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CDU will Obdachlose schützen

CDU beantragt Sondersitzung des Sozialausschusses nachdem fünf Obdachlose gestorben sind

Es ist zwingend, Erfrierungs- und Infektionsschutz gleich zu behandeln

Andreas Grutzeck, CDU

Nach mehreren Todesfällen unter Obdachlosen hat die CDU in der Bürgerschaft eine Sondersitzung des Sozialausschusses beantragt. „Innerhalb weniger Tage sind auf Hamburgs Straßen fünf Obdachlose verstorben“, sagte ihr sozialpolitischer Sprecher, Andreas Grutzeck, am Montag. „Über die Ursachen und ob und wie der Senat darauf jetzt reagieren möchte, darüber verlangen wir als CDU-Fraktion Auskunft in einer Sondersitzung des Sozialausschusses.“

Wie die Linksfraktion fordert auch die CDU eine Einzelunterbringung Obdachloser in Hotels. Bei der Sondersitzung müsse geklärt werden, warum der Senat dies ablehne „und stattdessen stur an den bisherigen Sammelunterkünften festhält“, sagte Grutzeck. „Finanzielle Gründe können es nicht ausschließlich sein, denn die Unterbringung in einem kleinen Hotel im Einzelzimmer kostet nur rund 30 Euro pro Tag“. Der Preis für einen Platz im Winternotprogramm dürfte „auch wegen der damit verbundenen Personal- und Hygienekosten fast doppelt so hoch sein.“

Gerade mit Blick auf die Coronap andemie sei es wichtig, Vertrauen zu schaffen. „Es ist zwingend, Erfrierungsschutz und Infektionsschutz gleichrangig zu behandeln“, betonte Grutzeck. Und da führe an einer Einzelunterbringung in Hotels kein Weg vorbei. (dpa)

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