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■ Britische Investmentbank in NötenWarburg-Bank bald schweizerisch?

London/Berlin (dpa/taz) – Eine ehrwürdige britische Finanzinstitution, die Investmentbank S.G. Warburg, wird wohl ihre Unabhängigkeit verlieren. Britischen Presseberichten zufolge plant Warburg, den gesamten Bereich der Banktätigkeit an den Schweizerischen Bankverein zu verkaufen. Damit würde die Baseler Großbank endlich am Finanzplatz London Fuß fassen können. Die Financial Times nennt einen wahrscheinlichen Kaufpreis von 800 Millionen Pfund (1,78 Milliarden Mark). Auch die Wallstreet-Firma Smith Barney hatte Interesse an Warburg bekundet. Auf das Bekanntwerden der Übernahmeverhandlungen hin stieg der Kurs der Warburg-Aktien kräftig.

Die erst nach dem Zweiten Weltkrieg von Sir Siegmund Warburg gegründete Bank, die zur führenden britischen Investmentbank aufstieg, ist im vergangenen Jahr ins Trudeln gekommen – „als Folge turbulenter Marktentwicklungen“, stand im Halbjahresbericht der Bank. Im Dezember waren Übernahmeverhandlungen mit der US-Investmentbank Morgan Stanley gescheitert. Daraufhin hatten mehrere hochrangige Manager die angeschlagene Bank verlassen. Im Februar erklärte auch Bankchef Lord Cairns seinen Rücktritt. lieb

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