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Bremen im Alleingang gegen Achim

■ Senat will 100 Hektar Gewerbe in Arbergen / Achim weiß nichts

„Ziel ist eine gemeinsame Gesamtplanung über die Landesgrenze hinweg“, steht in dem Beschluß, mit dem der Bremer Senat heute die Entwicklung eines Gewerbegebietes von mehreren hundert Hektar an der Landesgrenze zwischen Bremen und Achim beschließen will. Jedoch sind durch die staatliche Bürgschaft für den Ankauf eines ersten Stückes der Arberger Marsch (ca. 28 Hektar) vergangene Woche schon erste Fakten geschaffen worden. Der Bürgermeister von Achim, der Sozialdemokrat Christoph Rippich, weiß offiziell noch nichts davon – gesprochen wurde mit der Nachbarstadt, mit der angeblich „gemeinsam“Landesplanung stattfinden soll, in den letzten Monaten nicht über das neue Gewerbegebiet.

Für den Bremer SPD-Wirtschaftspolitiker Carsten Sieling, der die Marsch-Landschaft zum Autobahnkreuz hin gern mit Achim zusammen und auch als Stadterweiterung entwickelt hätte, ist der Senatsbeschluß allerdings kein Grund zur Resignation. „Das gilt für diese Legislaturperiode“, meint er zu der ausschließlichen Gewerbe-Planung.

Für den Sozialdemokraten dient die auf Jahre ausreichende Fläche am Autobahnkreuz zudem als Argument, wenn an anderen Stellen der Stadt Grünflächen um jeden Preis verplant werden sollen. K.W.

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