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Update Die Bürgerämter schließen zwei Tage – wegen der Einführung einer neuen Software

Weil die Berliner Verwaltung ihre Technik auf den neuesten Stand bringt, bleiben die Bürgerämter vom heutigen Freitag bis einschließlich Montag geschlossen. Auf den Behördencomputern wird eine neue Software für die Erfassung der Melderegisterdaten installiert. Die Daten von über dreieinhalb Millionen BerlinerInnen müssen ins neue Programm übertragen werden.

Durch die Umstellung sollen die BürgerInnen künftig in der Lage sein, mehr Angelegenheiten über das Internet zu erledigen. So könnten langfristig die Bürgerämter entlastet werden, teilte ein Sprecher der Senatsverwaltung mit. Wegen Personalmangels kommen diese derzeit kaum noch mit der Bearbeitung der Anträge hinterher.

Bis Dienstag geht aber erst einmal nichts mehr. Die Senatsverwaltung rechtfertigt die Schließung der Ämter damit, dass sie die Meldedaten sicher übertragen müsse. Um die Unannehmlichkeiten so gering wie möglich zu halten, habe man die Softwareaktualisierung auf ein Wochenende gelegt.

Der Grünen-Abgeordnete Benedikt Lux hatte das Vorgehen zuvor kritisiert. Die Umstellung hätte auch außerhalb der Öffnungszeiten erfolgen können, so der Innenpolitiker. Ähnlich äußerte sich Simon Weiß, Medienpolitischer Sprecher der Piratenpartei: „Die lange Schließung der Bürgerämter ist mir nicht ganz ersichtlich.“

Noch ist nicht klar, wie reibungslos die Ämter am Dienstag ihre Arbeit tatsächlich wieder aufnehmen können. „Erfahrungsgemäß kommt es nach solch großen Umstellungen immer zu Komplikationen“, sagte Thomas Birk, Sprecher für Verwaltungsmodernisierung und ebenfalls Abgeordneter der Grünen.

Die Angestellten bräuchten wahrscheinlich einige Zeit, um sich in das neue System einzuarbeiten. Francis Laugstien

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