: Bis 1995 Westlohn für Ostdrucker
Berlin/Frankfurt (ap) — Die Löhne und Gehälter der rund 22.000 Beschäftigten der ostdeutschen Druckindustrie werden stufenweise bis 1995 an das Westniveau angeglichen. Auf diesen Tarifabschluß einigten sich in der Nacht zum Mittwoch der Bundesverband Druck und die IG Medien in der zweiten Schlichtungsrunde in Berlin. Rückwirkend zum 1. April vereinbarten die Tarifparteien die Anhebung auf zunächst 70 Prozent.
Trotz der Einigung im Osten liegen Arbeitgeber und Gewerkschaft bei den Gesprächen für die rund 220.000 westdeutschen Beschäftigten noch weit auseinander. Die IG Medien fordern elf Prozent. Der Bundesverband Druck wies die Forderungen als „so realitätsfern wie selten zuvor“ zurück.
Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen