Berliner Parlament legt sich fest: Abgeordnete für Olympia
SPD, CDU und Piraten wollen eine Bewerbung, knüpfen dieses "Ja" aber an Bedingungen. Die Grünen schließen Olympia zumindest nicht aus.
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Das Abgeordnetenhaus hat sich beim Thema Olympia zum ersten Mal offiziell festgelegt. SPD, CDU und Piraten sprachen sich für eine Bewerbung aus. Sie knüpfen das allerdings an Bedingungen wie Bürgerbeteiligung und Transparenz, eine Reform des Internationalen Olympischen Komitees und eine solide Finanzierung. Die Grünen zeigten sich weniger euphorisch, schlossen aber in einem eigenen Antrag – entsprechend einem Parteitagsbeschluss vom vergangenen Samstag – eine Bewerbung ebenfalls nicht aus. Das tut nur die Linksfraktion.
Das Parlament hatte das Thema zwar schon kurz vor der Sommerpause diskutiert, aber keinen Beschluss gefasst. Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB), der über eine Bewerbung entscheidet, hatte um eine solche Positionierung schon in einem Fragenkatalog gebeten, der Ende August abzugeben war.
Die Diskussion stand unter dem Eindruck eines zu Wochenbeginn veröffentlichten Interviews von DOSB-Chef Alfons Hörmann. Darin stellt dieser die bisher für den 6. Dezember angesetzte Entscheidung zwischen Berlin und Hamburg als Austragungsort infrage und legt einen späteren Beschluss nahe. Hörmann würde lieber erst entscheiden, wenn in beiden Städten nach Bürgerentscheiden klar ist, ob die Bevölkerung hinter dem Projekt steht. Dieser Ablauf aber stieß im Abgeordnetenhaus auf Ablehnung. Im laufenden Wettbewerb die Regeln zu ändern, das geht für SPD-Sportpolitiker Dennis Buchner gar nicht – „ich gehe davon aus, dass Herr Hörmann als Sportsmann das weiß“.
Das Parlament beschloss zudem, einen Olympia-Sonderausschuss einzurichten, der Bewerbung, Vorbereitung und die Spiele selbst begleiten soll. Dessen Vorsitz geht möglicherweise an die ablehnende Linksfraktion. Der Piraten-Abgeordnete Heiko Herberg wusste einen Ausweg: „Sie können ja freiwillig verzichten, wenn Sie keine Lust darauf haben.“
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