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Barack und Angela plaudern am Brandenburger Tor

KirchentagKritik am Obama-Auftritt. Gegner einer Debatte mit der AfD übergeben Unterschriften

epd | Kurz vor dem Beginn des Evangelischen Kirchentags in Berlin und Wittenberg regt sich Kritik an einzelnen Veranstaltungen des Protestantentreffens. Die Initiative „Kein Publikum für die AfD“ ruft die Besucher auf, die geplante Diskussion mit einer Vertreterin der AfD nicht zu besuchen. Die Veranstaltung war von Beginn an umstritten.

Die Linkspartei stört sich indes an dem prominenten Auftritt von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit dem früheren US-Präsidenten Barack Obama. Der Spitzenkandidat für die Bundestagswahl, Dietmar Bartsch, wirft Merkel Wahlkampf vor und stellt die Frage, wer den Aufwand für das Gespräch am Brandenburger Tor bezahlt. Obama wird am Donnerstag mit der Bundeskanzlerin über den Einfluss des christlichen Glaubens auf die persönliche Gestaltung von Politik reden. Nach Angaben der Veranstalter bekommt Obama für diesen Auftritt kein Honorar.

Die viel diskutierte Podiumsdiskussion mit einer AfD-Vertreterin findet am Donnerstag zeitgleich statt. Der Berliner Bischof Markus Dröge und eine Publizistin werden mit einer Vertreterin der Vereinigung „Christen in der AfD“ diskutieren. Dass der Kirchentag anders als der Katholikentag AfD-Vertreter nicht grundsätzlich vom Programm ausgeschlossen hatte, sorgte wiederholt für Kritik. Bilder von einem evangelischen Bischof und einer Funktionärin der AfD „würden dem Ansehen des Kirchentags und der Arbeit der Kirche schaden“, begründen die Sprecher der Initiative „Kein Podium für die AfD“ ihren Widerstand gegen die Veranstaltung. Zudem werde der AfD vor der Bundestagswahl am 24. September eine Wahlkampfbühne geboten. Die Initiatoren selbst wollen vor der Veranstaltung Bischof Dröge die Listen mit rund 1.600 Unterschriften einer vor einigen Wochen gestarteten Onlinepetition gegen den AfD-Auftritt überreichen.

Am Freitag nimmt SPD-Chef und Kanzlerkandidat Martin Schulz an einer Diskussionsrunde teil. Auch Spitzenpolitiker anderer Parteien haben Auftritte beim Protestantentreffen, darunter Linken-Parteichefin Katja Kipping.

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