Auf der Suche nach Infizierten: Durchtesten für umme

Osnabrück bietet wöchentlich kostenlose Coroantests für Leute an, die viele berufliche Kontakte haben. Keine Tests für Menschen mit Symptomen.

Eine behandschuhte Hand steckt einem bärtigen Mann mit Brille ein Wattestäbchen in die Nase

Finden viele unangenehm: Corona-Abstrich in der Nase Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa

OSNABRÜCK taz | Ab kommendem Montag können sich alle Menschen mit vielen beruflichen Kontakten auf das Coronavirus testen lassen – zumindest in Osnabrück. So hat es der Verwaltungsausschuss der Stadt am Dienstag beschlossen. Das kostenlose Testangebot soll zunächst zeitlich befristet sein. Wie lange es genau gilt, ist aber noch unklar und hängt von der Entwicklung der Pandemie ab.

Fest stehen bisher zwei Orte, an denen man sich testen lassen kann: In der Hansastraße 5 (Terminvergabe online auf www.hasetest.de) und in der Halle Gartlage (Termine auf www.schnelltest24.eu). Das Angebot richtet sich an Menschen, die entweder in Osnabrück wohnen oder dort arbeiten. Interessierte können sich künftig dann einmal pro Woche testen lassen.

„Ich hoffe“, sagt Katharina Pötter, die Leiterin des städtischen Krisenstabes, „dass insbesondere Personen, die beruflich bedingt zahlreiche Kontakte zu vielen anderen Menschen haben und deshalb einem hohen Ansteckungsrisiko ausgesetzt sind, das kostenlose Angebot eines Anti-Gen-Schnelltests wahrnehmen“.Auf bestimmte Berufsgruppen beschränkt ist das Angebot darum aber nicht: Jeder kann sich testen lassen, sofern er symptomfrei ist.

Menschen mit coronatypischen Symptomen hingegen werden ausdrücklich von den Tests ausgeschlossen. Positive Ergebnisse gehen als direkte Meldung an den Gesundheitsdienst von Stadt und Landkreis. Dies ist ein Vorteil für die Gesundheitsdienste, die bei den in Zukunft möglichen Selbsttests auf freiwillige Meldungen angewiesen sind.

Angebot macht Schule

Durch das Testangebot in der Stadt sieht sich nun auch der Landkreis Osnabrück in der Pflicht. Die Kreisverwaltung ist mit den Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern im Gespräch, wie sich in den umliegenden Städten und Gemeinden kostenlose Tests umsetzen lassen.

In der Planung ist bisher, 50 Prozent der Kosten zu übernehmen. An welchen Standorten diese Test stattfinden könnten und ob sich auch im Umland alle testen lassen dürfen, hat der Landkreis bislang noch nicht beantworten können.

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