piwik no script img

Asylrecht respektieren

UNHCR fordert mehr Hilfe für Flüchtlinge. Kofi Annan kritisiert fremdenfeindliche Tendenzen in Europa

GENF rtr/ap ■ Der Hohe Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen (UNHCR), Ruud Lubbers, hat aus Anlass des ersten Weltflüchtlingstags gestern die Regierungen in aller Welt aufgerufen, das Recht auf Asyl zu respektieren und mehr Geld für Flüchtlinge bereitzustellen.

UNO-Generalsekretär Kofi Annan kritisierte in einer Rede in Oxford fremdenfeindliche Tendenzen in Europa und die Bestrebungen, den Schutz für Flüchtlinge zu lockern. Fremdenfeindlichkeit gegen Einwanderer sei der größte Feind der Demokratie. Statt Einwanderer willkommen zu heißen, da sie einen Beitrag zur wirtschaftlichen Entwicklung leisteten, würden sie immer häufiger als gesellschaftliche Bedrohung dargestellt.

Der Weltflüchtlingstag geht auf einen Beschluss der UN-Vollversammlung vom letzten Jahr zurück. Mit ihm soll an die Flüchtlingskonvention von 1951 erinnert werden, die bis jetzt von 140 Ländern ratifiziert wurde.

Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen