Bodo Ramelow besucht Chile Weltreise in den Folterkeller Thüringens Regierungschef ist 12.000 Kilometer weit gereist. Doch mit der Colonia Dignidad in Chile begegnet ihm deutsche Vergangenheit. Von Sophia Boddenberg 16.10.2022
Nürnberger Polizisten in der NS-Zeit „Ganz normale Männer“ Vor 80 Jahren ermordeten Beamte die Einwohner des ukrainischen Dorfs Kortelisy. Dann räumen sie das Ghetto von Brest-Litowsk. Keiner kam vor Gericht. Von Jim Tobias und Thies Marsen 13.10.2022
Naziverbrecher in der Familie Mörder oder Mitläufer? Was hat der eigene Vater während der Nazizeit gemacht? Zwei Brüder haben darauf eine Antwort gefunden – jeder seine eigene. Von Sabina Zollner 11.10.2022
Gewalt gegen Migranten in Marokko Tod am Grenzzaun 27 Todesopfer an einem einzigen Tag im Juni: Griff die Polizei brutal gegen Migranten durch, weil es politisch gewollt war? Darauf deuten Recherchen hin. Von Christian Jakob 5.10.2022
40 Jahre nach Massaker im Libanon Auf Leichen gebaut Vor 40 Jahren verüben radikale Christen ein Massaker in Beirut. Was damals geschah, ist bis heute nicht ganz geklärt. Eine Spurensuche. Von Hanna Voß 16.9.2022
Haushaltshilfen in Jordanien Die Unsichtbaren Dienstmädchen in Jordanien werden oft ausgebeutet, das Haus dürfen sie nicht verlassen. Die Zahlen unnatürlicher Todesfälle häufen sich. Von Serena Bilanceri 13.9.2022
Geflüchtete in Deutschland Vom Krieg in die Ausbeutung In einem Vier-Sterne-Hotel in Hannover arbeiten Ukrainer*innen weit unter Mindestlohn. Es besteht Verdacht auf Menschenhandel. Von Michael Trammer und Katja Spigiel 21.6.2022
Galerien lehnen Raubkunstdebatte ab Der maskierte Markt Monika Edelmaier verkauft Kunst aus Afrika. Woher diese kommt, weiß sie nicht immer. In diesem Markt wird wenig nach Raubkunst geschaut. Von Sophie Laaß 11.5.2022
Nach dem Massaker in Butscha Die Überlebenden Irina und Evgeni haben ihre Nachbarn begraben. Bestatter Sergei hat zwanzig Leichen geborgen, deren Hände auf dem Rücken gefesselt waren. Von Anastasia Rodi 5.4.2022
Massaker im ukrainischen Butscha Nebelkerzen aus Moskau Die russische Regierung will mit den Morden an Zivilisten in der ukrainischen Kleinstadt nicht zu tun haben. Recherchen ergeben ein anderes Bild. Von Dominic Johnson 5.4.2022
Vom Kriegsalltag in Tschernihiw Glücksspiel Leben Die Kinder ahmen eine Sirene nach, die Freundin hat nicht mal die Fenster abgeklebt. Eindrücke aus dem Krieg in der belagerten Stadt Tschernihiw. Von Vira Kuryko 1.4.2022
Nebenklägerin über Koblenzer Prozess „Ich bin kein leidendes Opfer mehr“ Ruham Hawash saß in Syrien im Folterknast. Als ein Verantwortlicher in Deutschland vor Gericht kam, wurde sie Nebenklägerin. Warum? Interview von Sabine am Orde 17.2.2022
Olympia 2022 – Dabei sein verboten (2) Er stößt auf taube Ohren Der Filmemacher Dhondup Wangchen hat 2008 einen chinakritischen Film gedreht und kam dafür ins Gefängnis. Nun fordert er einen Olympia-Boykott. Von Sven Hansen 4.2.2022
Olympische Spiele in China Die zerplatzte Illusion Während der Olympischen Spiele von 2008 wollte die Welt glauben, China würde sich liberalisieren. Das war ein fataler Irrtum. Eine Bestandsaufnahme. Von Felix Lee, Andreas Rüttenauer, Fabian Kretschmer und Sven Hansen 4.2.2022
Vor Urteil im Koblenzer Folterprozess Die Schuld des Anwar R. Der Angeklagte soll Folter in Syrien verantwortet haben. Die Zeugenaussagen sind kaum erträglich. Es ist das weltweit erste solche Verfahren. Von Sabine am Orde 12.1.2022
Sexualisierte Gewalt in Konflikten Verschwiegenes Leid Ein Rohingya wird von Soldaten vergewaltigt, ein Syrer im Gefängnis sexuell misshandelt. Mit den traumatischen Erfahrungen werden sie allein gelassen. Von Verena Hölzl 17.12.2021
Gruppe Memorial droht das Verbot Vom Ende der Erinnerung Eine Gruppe Menschenrechtler stört die historischen Legenden des russischen Präsidenten. Nun soll Memorial mundtot gemacht werden. Von Klaus-Helge Donath 13.12.2021
Annalena Baerbock über Außenpolitik „Schweigen ist keine Diplomatie“ Annalena Baerbock ist bald Deutschlands Außenministerin. Ein Gespräch über grüne Personalquerelen, schwierige Kompromisse – und ihren Blick auf China. Interview von Felix Lee, Jasmin Kalarickal und Tobias Schulze 1.12.2021
Matteo Salvini droht Haftstrafe Der Großsprecher Matteo Salvini drohen 15 Jahre Haft. Das hindert den früheren Innenminister nicht, Sprüche zu klopfen. Doch die Luft für den rechten Lega-Chef wird dünn. Von Michael Braun 27.10.2021
Überfälle im Westjordanland „Alles ist immer noch surreal“ 416 Gewaltakte gegen Palästinenser wurden 2021 im Westjordanland bereits dokumentiert. Ein besonders brutaler geschah in Khirbat al-Mufkara. Von Marina Klimchuk 6.10.2021