Nahost-Konflikt Jüdisch, postsowjetisch, besatzungskritisch sucht … Für unsere Autorin war Israel das gelobte Land, heute schämt sie sich für ihren Pass. Eine Geschichte von Entfremdung – und der Suche nach Verbündeten. Von Marina Klimchuk 15.2.2026
Ein Gespräch über Israel und Palästina „Menschenrechte sind unteilbar“ Kaum ein Thema löst so starke Gefühle aus. Zwei taz-Redakteur:innen, Matthias Kalle und Pauline Jäckels, versuchen, einander zuzuhören. Interview von Mitsuo Iwamoto 28.12.2025
Expertinnen zu Antisemitismus „Sorge um die Kinder, um sich selbst und um die Zukunft“ Friederike Lorenz-Sinai und Marina Chernivsky forschen zu jüdischem Leben in Deutschland seit dem 7. Oktober 2023. Die Bedrohung halte an, sagen sie. Interview von Frederik Eikmanns 4.12.2025
Deutsch-jüdisch-israelisches Erbe Das Jackett hängt am richtigen Platz Ein Museum in Haifa erinnert an die deutschsprachigen Einwanderer, die ab 1930 Palästina auf der Flucht vor den Nazis erreichten. Von Klaus Hillenbrand 15.11.2025
„Ich will in dieser Stadt ein Fenster haben“ In Deutschland stehen Juden und Nichtjuden historisch in einem Zustand dauerhafter Nichtverbindung, beobachtet die Psychologin Marina Chernivsky. Der 7. Oktober hat Vergangenheiten aufbrechen lassen und die zeitlichen wie die generationalen Grenzen durchlässiger gemacht, so schreibt sie in ihrem neuen Buch „Bruchzeiten“. Mit der taz spricht sie über diese Brüche, die Schatten der Vergangenheit und was sie sich frei fühlen lässt. Von Amelie Sittenauer Ausgabe vom 13.11.2025, Seite 18, kultur Download (PDF)
Chancen für eine Zwei-Staaten-Lösung Zwei Völker, ein Schicksal Auf Einladung von Ha’aretz und Heinrich Böll Stiftung wurden in Berlin „Bruchlinien und Zukünfte“ im Verhältnis von Israel, Gaza und Deutschland diskutiert. Von Ulrich Gutmair 10.11.2025
Michael Barenboim über Kulturboykott „Es geht um Mitschuld“ Der Musiker Michael Barenboim wirft Israel einen Genozid vor und ruft zur Gaza-Demo auf. Ein Gespräch über Verantwortung, Schweigen – und rote Linien in der Kunst. Interview von Daniel Bax 27.9.2025
Baupläne im Westjordanland Siedlungen sind nicht das Ende Kommentar von Silke Mertins Israel hat den Bau vieler neuer Siedlungen im Westjordanland genehmigt. Viele befürchten, dass damit das Ende einer Zweistaatenlösung droht. 20.8.2025
Proteste gegen Hunger in Gaza Viel Krach gegen „Gila & Nancy“ Das israelische Restaurant hat wohl erneut die Eröffnung verschoben. Aktivist:innen werfen dem Besitzer Beihilfe zu Israels Hungerblockade vor. Von Timm Kühn 14.8.2025
Israelische Siedler greifen Medien an An der Arbeit gehindert Im Westjordanland sind Journalist*innen des US-Senders CNN von extremistischen Siedlern angegriffen worden. Das ist kein Einzelfall. Von Serena Bilanceri 16.7.2025
Attacke auf Deutsche Welle bei Ramallah Sender im Steinhagel Im Westjordanland greifen radikale israelische Siedler zwei Journalist*innen der Deutschen Welle an – kein Einzelfall in den besetzten Gebieten. Von Nicholas Potter 6.7.2025
Widerstand in Israel „Das könnten unsere Kinder sein“ Autorin Neora Shem hielt eine Mahnwache für getötete palästinensische Kinder ab. Sie warnt vor der Verquickung von religiöser Identität und Rechtsextremismus. Interview von Ibrahim Quraishi 8.6.2025
Jüdisch-arabisches Zusammenleben Haifa ist ein Versprechen In der Küstenstadt leben jüdische und arabische Israelis friedlicher zusammen als anderswo. Doch seit dem 7. Oktober wachsen auch hier die Spannungen. Von Katja Maurer und Stefan Reinecke 20.4.2025
Jüdische Bibliothek in Tunesien Die verloren geglaubte Bibliothek Vor 80 Jahren strandeten über 3.000 Bücher des jüdischen Religionsphilosophen Franz Rosenzweig in Tunesien. Über die Odyssee einer Sammlung. Von Klaus Hillenbrand 9.4.2025
Britische Internierungslager auf Zypern Nur frei waren sie noch lange nicht Die Briten internierten nach dem Zweiten Weltkrieg Zehntausende Jüdinnen und Juden auf Zypern, in Lagern hinter Stacheldraht. Was ist davon geblieben? Von Klaus Hillenbrand 27.1.2025
Historiker Traverso über den 7. Oktober „Ich bin von Deutschland sehr enttäuscht“ Das Massaker der Hamas am 7. Oktober als Pogrom zu bezeichnen, ist falsch, meint der Historiker Enzo Traverso. Ein Gespräch über Krieg und Erinnerung. Interview von Andrea Dernbach 27.12.2024
Kunstsymposium nach Nan Goldin-Protesten Aufrüsten und stillstehen In Berlin fand ein Symposium über Kunst und Aktivismus zur Ausstellung der Künstlerin Nan Goldin zwar statt, wurde aber durch Boykottaufrufe abgewürgt. Von Sophie Jung 25.11.2024
Jüdische Realitäten in Deutschland Offenbarungseid in der Kultur Eine Tagung in Frankfurt am Main kreiste um jüdisches Leben in Deutschland. Viele Juden fühlen sich von der Mehrheitsgesellschaft verraten. Von Chris Schinke 19.11.2024
Nach Ausschluss von der ILGA World Ein sicherer Raum weniger Kommentar von Monty Ott Der globale LGBTQ*-Dachverband hat die israelische NGO Aguda suspendiert. Für queere Jüdinnen*Juden ist es noch einsamer geworden. 3.11.2024
Jüdische Feministinnen nach 7. Oktober „Viele Bündnisse sind zerbrochen“ Ina Holev und Miriam Yosef haben 2020 die Initiative Jüdisch & Intersektional gegründet. Ein Gespräch über Solidarität, Bildung und neue Bündnisse. Interview von Maria Disman 18.10.2024