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Adobe Systems gehacktFast drei Millionen Kunden betroffen

Namen, verschlüsselte Nummern von Kredit- und Kundenkarten, Quellcodes: Unbekannte haben sich fleißig in den Datenbanken des Softwarekonzerns Adobe bedient.

Firmenzentrale von Adobe in San Jose, Kalifornien Bild: dpa

SAN FRANCISCO/BOSTON afp/rtr | Bei einem Hacker-Angriff auf den US-Softwarekonzern Adobe Systems sind Daten von fast drei Millionen Kunden sowie Quellcodes zahlreicher Produkte gestohlen worden. Das hausinterne Sicherheitssystem habe den Angriff auf das Firmennetzwerk kürzlich festgestellt, teilte der Sicherheitschef des Unternehmens, Brad Arkin, am Donnerstag mit.

Die Hacker hätten vermutlich Daten über 2,9 Millionen Adobekunden gestohlen, darunter Namen, verschlüsselte Nummern von Kredit- und Kundenkarten, deren Ablaufdaten sowie andere Informationen über Bestellungen. Entschlüsselte Kartennummern seien offenbar nicht geraubt worden.

Das Unternehmen bedauere den Vorfall zutiefst, erklärte Arkin. Um ihn aufzuklären, arbeite Adobe auch mit externen Partnern und den Behörden zusammen. Die betroffenen Kunden würden informiert und ihre Passwörter geändert. Auch dem Diebstahl von Quellcodes der Adobe-Produkte werde nachgegangen. Das US-Heimatschutzministerium rief Abdobe-Kunden zum sorgsamen Umgang mit Kreditkarten auf.

Das Risiko, dass die Hacker in die von Kunden genutzten Programme eindringen könnten, sei durch den Diebstahl vermutlich aber nicht gestiegen. Zu den bekanntesten Produkten von Adobe gehören Softwareprogramme wie der Reader für PDF-Dokumente und Photoshop

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1 Kommentar

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  • "...sowie Quellcodes zahlreicher Produkte..."

    Na, das ist doch wenigstens ein Hoffnungsschimmer, denn vielleicht setzt sich jetzt endlich von den Hackern jemand daran und veröffentlicht dann eine Version des Acrobat Readers bei dem endlich wieder die MDI-Funktionalität (Multiple Document Interface) verfügbar ist. Daß seit Version 9 immer jedes Dukument in seinem eigenen Fenster aufgeht ist der größte Schachsinn den Adobe jemals verbrochen hat.