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17. Häftling verhungert

Europarat rügt Türkei. Hungerstreik gegen Reform der Knäste fordert neues Todesopfer. Grünen-Büro besetzt

ISTANBUL/STRASSBURG/BREMEN ap/afp/dpa ■ Der monatelange Hungerstreik von Häftlingen und ihren Angehörigen in der Türkei hat das 17. Todesopfer gefordert. Die Nachrichtenagentur Anatolia berichtete, dass Hatice Yurekli, Mitglied einer verbotenen kommunistischen Gruppe, am Sonntag gestorben sei.

Der Hungerstreik richtet sich gegen den Regierungsplan, in neuen Gefängnissen die Zahl der Insassen pro Zelle auf ein bis drei Häftlinge zu verringern.

Gestern hatte der Europarat an die türkische Regierung appelliert, sich verstärkt um ein Ende des Hungerstreiks gegen die Gefängnisreform zu bemühen. Notwendig seien Maßnahmen, die den Häftlingen Vertrauen in die Reform vermittelten.

In Bremen wurden gestern die Büros von Bündnis 90/Die Grünen durch eine Gruppe kurzzeitig besetzt, die damit den Hungerstreik unterstützen wollte. Die Besetzung sei friedlich verlaufen, so die Grünen.

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