+++ Nachrichten im Ukraine-Krieg +++: Kraftwerk läuft mit Notstrom
Das AKW in Saporischschja hat die externe Stromversorgung verloren. Bei den geplanten Ukraine-Gesprächen werden auch europäische Vertreter dabei sein.
AKW nach Stromausfall auf Notstrom angewiesen
Das von Russland kontrollierte ukrainische Atomkraftwerk Saporischschja hat seine externe Stromversorgung verloren und wird wieder mit Notstromaggregaten gekühlt. Dies teilten die von Moskau eingesetzte Leitung der Anlage und die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) mit. Nach Angaben der UN-Behörde wurde die Stromleitung Ferosplawna aus noch ungeklärter Ursache unterbrochen. Die Hauptleitung Dniprowska ist bereits seit Ende Oktober außer Betrieb.
Die russische Kraftwerksleitung erklärte, die Verbindung sei durch einen automatischen Schutzmechanismus abgeschaltet worden. Die Strahlungswerte auf dem Gelände seien normal. Das Kraftwerk verfügt der IAEA zufolge über ausreichend Treibstoff, um die Dieselgeneratoren etwa zwei Wochen lang zu betreiben. Das größte Atomkraftwerk Europas produziert derzeit keinen Strom, benötigt jedoch Energie zur Kühlung der Brennstäbe. Russische Truppen hatten die Anlage kurz nach Beginn der Invasion im Februar 2022 besetzt. (rtr)
Drohne beschädigt Rettungsausrüstung
Knapp eine Woche nach einem russischen Angriff auf eine Ausgabestelle für Hilfsgüter im südukrainischen Dorf Komyschuwacha sind die Einsatzkräfte dort unter Beschuss geraten. Eine russische Drohne habe den Angriff ausgeführt, teilte der Katastrophenschutzdienst am Sonntag mit. Niemand sei verletzt worden, aber Ausrüstung für die Rettungsarbeiten sei beschädigt worden.
Bei dem ersten Angriff auf die Ausgabestelle wurden am Montag mindestens 55 Menschen getötet. Etwa 50 Menschen werden nach Angaben des ukrainischen Militärgeheimdienstes HUR noch immer vermisst. Viele der geborgenen Leichen konnten bislang nicht identifiziert werden. DNA-Analysen dauern an. (ap)
Auch Europäer bei Gesprächen in Abu Dhabi dabei
An den geplanten Ukraine-Gesprächen in Abu Dhabi in der kommenden Woche nehmen auch europäische Vertreter teil. Dies kündigte der französische Außenminister Jean-Noel Barrot an. (rtr)
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