Der Hambacher Forst ist ein von Umweltaktivist*innen jahrelang besetzter und umkämpfter, noch wenige hundert Hektar großer Wald in Nordrhein-Westfalen. Er liegt zwischen Köln und Aachen, überwiegend in dem Gebiet der Stadt Kerpen. RWE will ihn für den Abbau von Braunkohle abholzen. Besetzer*innen nennen ihn auch „Hambacher Wald“, sie hatten 2012 die ersten Baumhäuser gebaut. 2020 gab die Bundesregierung mit dem Ausstiegsplan aus der Kohle das Versprechen ab, den restlichen Wald erhalten zu wollen.
Im Film „Unter Paragraphen 2“ geht es um einen heimlich mitgeschnittenen Hambacher Forst-Prozess. Am Donnerstag ist Premiere am Landgericht Braunschweig.

2018 verstarb der Filmemacher und Aktivist Steffen Meyn im Hambacher Forst. Mit „Vergiss Meyn nicht“ bekommt er nun seinen eigenen Dokumentarfilm.

Die Klimaaktivist*innen brauchen dringend Erfolge. Doch im Kampf gegen den Abriss des Dorfes Lützerath lässt sich nicht viel gewinnen.

Lützerath wird abgebaggert. Reiche verursachen die meisten Treibhausgasemissionen. Die Wahl in Brasilien und der Klimaschutz.

Antje Grothus kämpfte gegen den Kohleabbau, nun ist sie Abgeordnete im NRW-Landtag. Sie weiß nicht, ob sie eine Räumung von Lützerath aushalten könnte.

Seit 2014 lädt Michael Zobel monatlich zu Waldspaziergängen in die rheinischen Braunkohlereviere. Nummer 100 soll der letzte sein.

Riesige Seen, Gewerbegebiete, Einfamilienhäuser – es gibt die irrsten Pläne für die Zeit nach dem Braunkohleabbau. Lokale Initiativen wissen Besseres.

Es ist ein trauriges Jubiläum, aber auch ein wichtiges: Am 14. April 2012 wurde das erste Baumhaus im Hambacher Forst gebaut.

Das neue Polizeigesetz in NRW wurde offiziell mit dem Kampf gegen Terror begründet. Doch in Langzeitgewahrsam landen vor allem Klimaaktivist:innen.

Im Gießener Prozess gegen die Aktivistin aus dem Danneröder Forst fordert die Anklage 2 Jahre und 4 Monate Haft.

2018 wurde der Hambacher Wald geräumt. Ein Gutachten zeigt nun problematisches Handeln des zuständigen Landesbauministeriums auf.

Das Land NRW und RWE gründen eine gemeinsame Gesellschaft zur Landvermarktung. Umweltschützer kritisieren Intransparenz.

Eine polizeiliche Großräumung wie im Hambacher Forst wäre politischer Suizid. Aus dem Dorf Lützerath darf kein Tagebau werden.

Im Braunschweiger Museum für Photographie beschäftigen sich acht junge Künstler:innen mit Protestkulturen und digitalen Bildwelten.

Eine junge Frau sitzt in Haft. „Ella“, wie sie sich nennt, ist wegen des Angriffs auf zwei Polizisten verurteilt worden. Was ist da geschehen?

Hunderte Menschen demonstrieren beim dezentralen Aktionstag für den Erhalt des Orts am Tagebau Garzweiler. Dessen Zukunft ist weiter offen.

Klimapolitik kann Arbeitsplätze kosten. Aufgabe der Gewerkschaften ist, bei ökologischen Lösungskonzepten an die sozialen Folgen zu erinnern.

Weiterhin sind Orte rund um den Hambacher Wald besetzt. Die versöhnlichen Töne von der NRW-Landesregierung sind vage Absichtserklärungen.

Genugtuung für WaldbesetzerInnen: Ein Gerichtsurteil, das die Räumung des Hambacher Waldes für rechtswidrig erklärt, hat Bestand.
