Unsterbliches Verlangen Der Urnen-Dildo Die Trauer um den verblichenen Liebsten kann auch freudvoll sein. Um intime Momente nachzuerleben, gibt es jetzt den Urnen-Dildo. Von Patrick Loewenstein 28.4.2015
Kunst der Sinti und Roma Den NS auskotzen Sie überlebte im Nationalsozialismus mehrere KZs. Ceija Stojka erzählte als eine der Ersten von dem Leid und benutzt ihre Kunst als Waffe der Emanzipation. Von Sabine Weier 19.3.2015
Stolpersteinerfinder Demnig über Kunst und Gedenken „So ein Projekt ist größenwahnsinnig“ Der Künstler Gunter Demnig verlegt mittlerweile an 265 Tagen im Jahr Stolpersteine. Trotzdem ist es für ihn nicht zur Routine geworden. Interview von Petra Schellen 15.3.2015
Erinnerungskultur Geschichte auf dem Gehweg Keine Form des Gedenkens ist im Alltag so präsent wie die Stolpersteine für die NS-Opfer. In Bremen stand das Projekt jedoch kurz vor dem Ende. Von Henning Bleyl 13.3.2015
Deutsch-britische Beziehungen Die erste Nato-Operation Der Sieg bei Waterloo war weder ein deutscher noch ein britischer. Er war europäisch. Dies ist bezeichnend für das damalige Verhältnis der beiden Länder. Von Brendan Simms 17.6.2015
Erinnerungskultur in Rumänien Ein Friedhof begraben unter Beton Jüdisches Leben ist in Rumänien fast verschwunden. Mit „Spaced Memory“ erforscht eine US-Künstlerin Spuren des Judentums in Bukarest. Von Sonja Vogel 25.12.2014
Die Streitfrage NS-Bauten verfallen lassen? Erinnerungskultur ist wichtig, besonders in Deutschland. Doch müssen deshalb tatsächlich NS-Bauten mit Millionen Euro saniert werden? Von Imre Balzer 25.11.2014
Erinnern im Bunker „Ich habe das Leiden transformiert“ Im Bremer U-Boot-Bunker „Valentin“ soll an Nazi-Opfer gedacht werden. Ein Besuch mit dem Auschwitz-Überlebenden Maurice Cling. Von Jean-Philipp Baeck 24.11.2014
Kolumne Bestellen und Versenden Der Affekt wider das Ritual Kolumne Aram Lintzel Statt „Man wird doch noch mal sagen dürfen“ heißt es nun: „Man wird doch noch mal anders erinnern dürfen.“ Über das Supergedenkjahr 2014. 13.11.2014
Debatte in Braunau am Inn Was tun mit Hitlers Geburtshaus? Der Denkmalschutz bereitet der österreichischen Stadt Kopfzerbrechen. Wie soll man umgehen mit dem ungewünschten Erbe? Von Ralf Leonhard 20.9.2014
75 Jahre Beginn des Zweiten Weltkriegs Piroggen bei Fred und Alicja Hauskauf, Eheanbahnung oder einfach Durst: Polen und Deutsche schätzen die Gaststätte Gospoda im hintersten Winkel von Mecklenburg-Vorpommern. Von Thomas Gerlach 1.9.2014
Kinofilm „Wolfskinder“ Das Rohe und das Weichgezeichnete Der Film „Wolfskinder“ erzählt von deutschen Kindern, die 1946 durchs Baltikum fliehen. Ein diffuser Wunsch nach Archaik paart sich mit Täterverklärung. Von Matthias Dell 28.8.2014
Debatte vielfältige Erinnerungskultur Nicht mehr nur die „Anderen“ Derzeit wird Antisemitismus in Deutschland oft den „nicht Herkunftsdeutschen“ zugeordnet. Das zeigt, wie hierzulande Erinnerung verhandelt wird. 19.8.2014
Kolonialgeschichte in Hamburg Die Früchte jahrelanger Debatten Hamburg will sich mit seiner Kolonialgeschichte beschäftigen. Die Perspektive der Leidtragenden werde ausgeblendet, beklagen Verbände. Von Lena Kaiser 18.7.2014
Gauck und die Außenpolitik Moskau böse, Berlin gut Bei seiner Gedenkveranstaltung zum Ersten Weltkrieg wirft der Bundespräsident Russland vor, in eine „Politik von Konfrontation und Gewalt“ zurückzufallen. Von Daniel Bax 27.6.2014
Erinnern an den Ersten Weltkrieg Zukunftsangst geht immer In der medialen Gedenkindustrie hat das Präapokalyptische Konjunktur. Wir stehen erneut kurz vor der Katastrophe, dafür ist keine Analogie zu dämlich. Von Christian Schneider 16.2.2014
BND-Zentrale in Pullach Was wird aus diesem Täterort? Der BND räumt seine Zentrale, die einstige „Reichssiedlung Rudolf Heß“. Seit das Gelände unter Denkmalschutz steht, wird darüber gestritten. Von Georg Etscheit 10.2.2014
Biografie über Diktator Hitler, Stand 2013 Das Interesse an Hitler ist ungebrochen. Volker Ullrichs Biografie über seinen Aufstieg ist ein Buch über die Jahrzehnte deutscher Geschichte bis 1939. Von Klaus Hillenbrand 17.10.2013
Aleida Assmann über Erinnerungskultur Kollidierende Gedächtnisse Zeitzeugen sterben, die Deutungshoheit der 68er schwindet. Wie erinnern wir uns, welche Wirkungen hat das? Aleida Assmann interveniert. Von Alexandra Senfft 11.10.2013