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11.09.2026 , 11:02 Uhr
Eigenbedarfskündigungen sind an enge Bedingungen geknüpft. Aber, anders als oben abgebildet, "Eigentum verpflichtet" nicht nur, sondern eröffnet auch Rechte und Vorzüge. Außerdem wird bei Eigenbedarf eine Wohnung frei oder, wenn es die Kinder sind, keine Mietwohnung belegt. Die steht dann immer noch zur Miete frei.
zum Beitrag08.09.2026 , 12:01 Uhr
Ich war Mitte 30, gerade Vater geworden, und habe mich bei meinem Chef damals über die hohen Steuern und die hohen Sozialleistungen des Staates aufgeregt. Seine Antwort war sehr weise und wurde leider von den Neoliberalen nie wirklich ernst genommen. "Das ist der Beitrag, den wir Topverdiener leisten müssen, damit uns die anderen in Ruhe lassen. Solange auch die etwas vom Wohlstand haben, ist Ruhe. Ist das nicht mehr so, werden wir unser blaues Wunder erleben." Das hatte damals noch nichts mit der AfD zu tun. Die gab es Anfang der 2000er nicht. Ich fand das einleuchtend. Bedauerlicherweise lief es völlig anders. Wir haben nichts mehr abgegeben. Wer raffen konnte, hat gerafft, und der Staat hat lieber gespart, statt zu investieren. Das Ergebnis sehen wir. Und die CDU singt immer noch das Lied der Großindustrie. So wird das nichts.
zum Beitrag03.09.2026 , 16:40 Uhr
Ganz nüchtern betrachtet kostet der Bau eines qm Wohnfläche aktuell ca. 2.500€. Nur die Baukosten nach den aktuellen Gesetzen. Dazu kommen noch das Grundstück, die Parkplätze, die Fläche, die für Bürgersteig und Straße an die Stadt kostenlos, nach der Erstellung der Infrastruktur abgegeben werden muss usw. Macht noch einmal min. 500 € je qm Wohnfläche. Wir sind immer noch bei dem Standard sozialer Wohnungsbau. Zusammen also im günstigsten Fall 3.000 € je qm. Berechnet man jetzt 5% Rendite vor Zinsen und Steuern, macht das 12,50 € je qm Kaltmiete. Rechnet man jetzt mit 3% Darlehenszinsen, bleiben 2% vor Steuern übrig, die mit dem individuellen Steuersatz zu versteuern sind. Festgeld ist da attraktiver. Lege ich jetzt noch 1,50 € für Reparaturen und Instandhaltung auf die Miete um sind wir bei 14,00 € Kaltmiete. Verwaltungskosten und Steuerberater muss auch noch berücksichtigt werden. Noch mal 1,50 € je qm. Sind 15,50 €. Wer aufgepasst hat, dem Vermieter bleiben bisher 2 €/qm. Davon muss er noch tilgen. Jetzt noch 3 € an Betriebskosten (hauptsächlich verursacht vom Staat) und wir sind bei 18,50 € in günstiger Lage. Wer wird davon reich und was soll gedeckelt werden?
zum Beitrag02.09.2026 , 12:08 Uhr
Mein Mitleid hält sich in Grenzen. Habe das selbst erlebt. Nach einem ordentlichen Burn-out erst einmal 1 Jahr krank, dann Wiedereingliederung, danach Aufhebungsvertrag. Dann, ALG‑1‑Höchstsatz komplett ausgeschöpft, steht einem irgendwie nach 33 Jahren ununterbrochener Arbeit auch irgendwie zu, fand ich. ALG 2 braucht man erst gar nicht zu beantragen, denn man kann eigentlich von dem Vermögen leben, das man sich in der Zeit geschaffen hat. Das Problem: Es wird langweilig. Also selbstständig machen, eine kleine Firma gründen und als Führungskraft weiterarbeiten. Alles auf reduzierter Flamme mit mehr Freizeit und mehr Befriedigung. Das kann jede Führungskraft, die auch eine ist. Hauptmerkmal ist das Netzwerken. Und das beherrscht man im Schlaf. Auch wenn immer über die da oben geschimpft wird, blöd sind die alle nicht. Die entscheidende Frage ist: Wie viel Macht braucht man wirklich? Ich kann darauf gut verzichten, genauso auf die Anweisungen von irgendeiner Geschäftsführung eines großen Konzerns. Angeschmiert sind zurzeit diejenigen Bürojobs, die so zwischen 50.000 und 80.000 Euro verdienen. Die sind schwer vermittelbar.
zum Beitrag01.09.2026 , 17:22 Uhr
Ein großes Problem der Ostländer ist schon immer die Fremdenfeindlichkeit. Das ist ein massiver Standortnachteil. Deshalb ist der Osten ausgeblutet. Ich selbst habe nach der Wende für einen DAX-Konzern an Standortentscheidungen und Werkübernahmen als Projektleiter mitgearbeitet. Neben vielen Problemen wie maroder Infrastruktur und nicht adäquat ausgebildetem Fachpersonal, die man hätte lösen können, gab es einen entscheidenden Punkt, an dem es fast immer gescheitert ist. Kein Manager, keine Führungskraft und keine hochqualifizierte Fachkraft, mit Migrationshintergrund war bereit, den Lebensmittelpunkt in die Ostländer zu verlegen. Sie hatten tatsächlich Angst vor Anfeindungen, Übergriffen und Mobbing. Die Integrationsleistung war ja selbst gegenüber Westdeutschen sehr begrenzt. Das Ergebnis war, man kauft das Werk, schließt es um Kapazitäten zu begrenzen und investiert in die Standorte im Westen. Wenn die AFD meint, mit Fremdenhass ließen sich deutsche Fachkräfte wieder ansiedeln irrt sie. Die sind weg weil es keine Migration gibt und deshalb Investitionen woanders getätigt wurden. Internationale Konzerne haben internationale Belegschaften.
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