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02.09.2026 , 12:08 Uhr
Mein Mitleid hält sich in Grenzen. Habe das selbst erlebt. Nach einem ordentlichen Burn-out erst einmal 1 Jahr krank, dann Wiedereingliederung, danach Aufhebungsvertrag. Dann, ALG‑1‑Höchstsatz komplett ausgeschöpft, steht einem irgendwie nach 33 Jahren ununterbrochener Arbeit auch irgendwie zu, fand ich. ALG 2 braucht man erst gar nicht zu beantragen, denn man kann eigentlich von dem Vermögen leben, das man sich in der Zeit geschaffen hat. Das Problem: Es wird langweilig. Also selbstständig machen, eine kleine Firma gründen und als Führungskraft weiterarbeiten. Alles auf reduzierter Flamme mit mehr Freizeit und mehr Befriedigung. Das kann jede Führungskraft, die auch eine ist. Hauptmerkmal ist das Netzwerken. Und das beherrscht man im Schlaf. Auch wenn immer über die da oben geschimpft wird, blöd sind die alle nicht. Die entscheidende Frage ist: Wie viel Macht braucht man wirklich? Ich kann darauf gut verzichten, genauso auf die Anweisungen von irgendeiner Geschäftsführung eines großen Konzerns. Angeschmiert sind zurzeit diejenigen Bürojobs, die so zwischen 50.000 und 80.000 Euro verdienen. Die sind schwer vermittelbar.
zum Beitrag01.09.2026 , 17:22 Uhr
Ein großes Problem der Ostländer ist schon immer die Fremdenfeindlichkeit. Das ist ein massiver Standortnachteil. Deshalb ist der Osten ausgeblutet. Ich selbst habe nach der Wende für einen DAX-Konzern an Standortentscheidungen und Werkübernahmen als Projektleiter mitgearbeitet. Neben vielen Problemen wie maroder Infrastruktur und nicht adäquat ausgebildetem Fachpersonal, die man hätte lösen können, gab es einen entscheidenden Punkt, an dem es fast immer gescheitert ist. Kein Manager, keine Führungskraft und keine hochqualifizierte Fachkraft, mit Migrationshintergrund war bereit, den Lebensmittelpunkt in die Ostländer zu verlegen. Sie hatten tatsächlich Angst vor Anfeindungen, Übergriffen und Mobbing. Die Integrationsleistung war ja selbst gegenüber Westdeutschen sehr begrenzt. Das Ergebnis war, man kauft das Werk, schließt es um Kapazitäten zu begrenzen und investiert in die Standorte im Westen. Wenn die AFD meint, mit Fremdenhass ließen sich deutsche Fachkräfte wieder ansiedeln irrt sie. Die sind weg weil es keine Migration gibt und deshalb Investitionen woanders getätigt wurden. Internationale Konzerne haben internationale Belegschaften.
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