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06.07.2026 , 19:33 Uhr
..."da hätten sie wohl diese Leute...möglicherweise auch körperlich angegangen" ist Spekulation. Lasst uns doch bitte über Fakten diskutieren.
Aber um nochmal meine Frage aufzugreifen, wer mich zur nächsten Demo eskortiert. Es wäre nicht das erste Mal, dass linke Aktivisten auf dem Weg zur Demo von Faschos angegriffen und krankenhausreif geprügelt werden. Aber leider ist dann meist von Polizei meilenweit keine Spur zu sehen. Und selbst wenn, würde ich mich auf die nicht verlassen.
zum Beitrag06.07.2026 , 19:20 Uhr
Legitimer Straßenprotest ist kein Verfassungsbruch, sondern Verfassungsrecht (Artikel 8 Grundgesetz)! Mit Selbstjustiz hat das gar nichts zu tun, nicht mal wenn der Parteitag verhindert worden wäre (Konjunktiv!).
Der Vergleich mit dem Sturm aufs Kapital hinkt gewaltig. Dort gab es 5 Tote, darunter 1 Polizist. In Erfurt wurde am 4.7.26 nicht einem Polizisten ein Haar gekrümmt. Es gab auch keine Stürmung und Beschädigung von Gebäuden, erst Recht nicht von zentralen Staatsorganen und deren Sitz.
Und was die Verfassungsfeindlichkeit der AfD angeht, so geht es doch gar nicht um deren Existenz...hier ist natürlich alles schön nach guter deutscher Ordnung mit Parteibuch und so abgesegnet. Aber ihre menschen- und demokratiefeindlichen Aussagen und ihre Pläne für eine "autoritäre und repressive" Politik, die Zusammenarbeit mit verbotenen Untergrundgruppen u.a. machen diese Partei zum Verfassungsfeind, und damit zum Feind dieses Staats, und damit zu meinem Feind. Ihre Demokratie- und Verfassungsliebe geht nur so weit, wie sie ihr zur Machtergreifung verhilft, dann wird abgerechnet. 1933 lässt grüßen. Aber nicht mit uns! Nie wieder, heißt jetzt!
zum Beitrag06.07.2026 , 18:49 Uhr
Artikel 8 Grundgesetz: Alle Deutschen haben das Recht, sich ohne Anmeldung oder Erlaubnis friedlich und ohne Waffen zu versammeln.
zum Beitrag05.07.2026 , 21:20 Uhr
...und auch hier nochmal sw auf ws:
Das Ziel war nicht den Parteitag zu verhindern! Das wäre doch vollkommen illusionär gewesen. Das wurde weder in Riesa, noch in Gießen geschafft, und auch nicht geplant. Hier wie dort kam es zu einem verzögerten Beginn, also zu Unannehmlichkeiten für den blauen Pöbel. Und in Erfurt wurde eben geschafft, dass sie extrem früh aufstehen mussten, und ihnen abends das Bier wahrscheinlich vor Müdigkeit aus der Hand gefallen ist. Aber auch das war nicht das Hauptziel. Eigentliches Ziel war ein extrem großer, breit angelegter, friedlicher Protest, der auch in Sachen zivilem Ungehorsam zumindest in Ostdeutschland neue Maßstäbe setzt, und gestern gesetzt hat! Somit sind alle Ziele vollumfänglich erreicht! Erfurt glänzt! Erfurt ist geil! Erfurt ist Antifa!
zum Beitrag05.07.2026 , 21:08 Uhr
Hey Rubió, ich gebe Dir Recht, diese Holzköpfe sollten am besten in der Öffentlichkeit gar keine Erwähnung finden. Doch dass sie so groß geworden sind, liegt doch nicht an uns Gegendemonstrant*innen. Vielmehr haben die großen Medien, welche die Partei in den letzten Jahren wie eine normale bürgerliche Partei der Mitte durch Interviews, Talkshows und Berichterstattung hoffähig gemacht haben, groß gemacht. Und nicht zuletzt, die Regierungspolitik der letzten Jahre, welche das AfD-Programm einfach zu ihrem gemacht hat, und damit den Fokus eher auf die AfD gelenkt, als auf sich, tragen hier die Verantwortung. Wir AfD-Gegner*innen würden auch lieber zuhause chillen oder in den Urlaub fahren, müssen uns aber jetzt mit Frankensteins Monster rumschlagen.
zum Beitrag05.07.2026 , 20:57 Uhr
Wer offen von Deportationen spricht, welche man -einmal an der Regierung - umsetzen will, und wer offen ankündigt, Menschen zu "jagen" darf getrost Faschist genannt werden, weil er eine faschistische Agenda pflegt. Das ist für den Nazi Höcke sogar gerichtlich verbrieft. Zumindest in den ostdeutschen BL arbeitet die AfD eng mit sogenannten rechten Kameradschaften, also potenziellen Mördern zusammen. In der Geschichte der Bundesrepublik wurden bereits mehrere Hundert Menschen von Rechtsextremisten ermordet. Und auch wenn die Antifa, verständlicherweise vor diesem Hintergrund, meist nicht zimperlich vorgeht, sind mir keine Todesopfer ihrer Aktionen bekannt. Davon mal abgesehen hat das Grundgesetz eine dezidiert antifaschistische Ausrichtung. Man könnte sagen, das Grundgesetz ist eine Antifaschist, oder kurz Antifa. Wer in diesem Land kein Antifaschist ist, ist ein Verfassungsfeind. Die AfD ist ganz sicher ein Verfassungsfeind, den sie "schei...t" auf Menschenwürde (Art.1 GG), Gleichberechtigung (Art. 3 GG), Religionsfreiheit (Art. 4 GG), Asylrecht (Art. 16a GG)...etc.
zum Beitrag05.07.2026 , 20:01 Uhr
...achso, was ich noch zu den Kosten des Polizeieinsatzes sagen möchte: Sind den die Beamt*innen, wenn sie nicht gerade eine linke Demo behindern, unbezahlt vom Dienst suspendiert? Stehen die Autos der Polizei einfach in einer Garage und verstauben ohne Treibstoff zu verbrauchen? Ich denke nicht. Vielleicht fahren sie Streife, zum Tanken, in die Werkstatt, zur Waschanlage. Aber am wahrscheinlichsten an Wochenenden ist, dass sie im besten Fall zu irgendeiner Gewerkschaftsdemo Demo fahren, oder einem Volksfest oder einem Fußballspiel (was natürlich für das Funktionieren des Staates ungemein wichtig ist), oder im schlechtesten Fall zu einer Fascho-Demo, um diese durchzuprügeln. Wo sind also die Mehrkosten, also "die Menge Geld" des gestrigen Protests in Erfurt gegenüber den "gewöhnlichen Wochenendaktivitäten" unserer Freunde und Helfer? Ich möchte hier auch darauf hinweisen, das die AfD-Abgeordneten gestern auf Staatskosten zum Messegelände eskortiert wurden. Wer eskortiert mich zur nächsten Demo? Just think it over....
zum Beitrag05.07.2026 , 18:13 Uhr
...dann glaubt Ihr wohl auch, dass Höcke und Co. hier irgendwas verbessern werden? Wenn Ihr da nicht mal, um es mit den Worten von Alice Weidel zusagen, Euer "blaues Wunder" erleben werdet.
zum Beitrag05.07.2026 , 18:11 Uhr
...echt jetzt??? Demokratie, Freiheit und Menschenrechte stehen auf dem Spiel und ihr macht Euch Sorgen um Autobahntoiletten? Das stinkt mir gewaltig : (
zum Beitrag05.07.2026 , 18:07 Uhr
Das Grundgesetz ist ANTIFASCHIST !
Artikel 1 GG: Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.
Artikel 3 GG (1) Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich. (2) Männer und Frauen sind gleichberechtigt. Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin. (3) Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.
Artikel 8 GG: Alle Deutschen haben das Recht, sich ohne Anmeldung oder Erlaubnis friedlich und ohne Waffen zu versammeln.
Artikel 21 GG (2) Parteien, die nach ihren Zielen oder nach dem Verhalten ihrer Anhänger darauf ausgehen, die freiheitliche demokratische Grundordnung zu beeinträchtigen oder zu beseitigen oder den Bestand der Bundesrepublik Deutschland zu gefährden, sind verfassungswidrig. (!!!)
Wenn die Regierung es nicht ausreichend schützt, müssen wir es machen...
zum Beitrag05.07.2026 , 17:51 Uhr
Ich glaube kaum, dass die Proteste hier vor Ort so schnell vergessen werden. Ich komme selbst aus der thüringer Provinz, und ich kenne die Menschen. Selbst bei sonst eher politisch Uninteressierten haben die Protestankündigungen schon im Vorfeld für viel Gesprächsstoff gesorgt. Die bis dahin größten Proteste, die die Landeshauptstadt Erfurt je bis dahin erlebt hat, werde wohl v.a. denjenigen in Erinnerung bleiben, die sie erlebt haben. Wenn man in die Gesichter der Menschen am Rand der Straßen schaute, hat man überwiegend Freude gesehen. Deshalb wird die Erinnerung bei den Allermeisten wohl eine positive sein.
zum Beitrag05.07.2026 , 17:43 Uhr
Ich denke, es gibt nicht "den" Protest, sondern es braucht einen vielfältigen Widerstand. Dieser beginnt m.E. schon im Alltag, im Umgang, im Gespräch mit anderen Menschen. Insofern gehe ich hier mit. Aber anscheinend versuchen es zu wenige, oder es funktioniert nicht, also muss man auch mal ein öffentliches Zeichen setzen, draußen auf den Straßen. Warum nicht?...tut keinem wirklich weh, friedlich an einem Samstag Vormittag. Ich sage nur besser machen, und weniger auf dem Sofa sitzen und meckern!
zum Beitrag05.07.2026 , 17:35 Uhr
Waren Sie dabei?
zum Beitrag05.07.2026 , 17:34 Uhr
...wenn man mehr als 30000 Menschen mit friedlichem Protest auf den Straßen einer ostdeutschen Stadt als Niederlage ansieht, lässt das vermutlich eher auf Neid schließen. Und dass sich darüber hier eine Diskussion entzündet ist aus meiner Sicht Teil des Erfolgs. Weiter so! Um die paar armen Würstchen auf dem Parteitag ging es doch gar nicht. Das ist bloß der Aufhänger : )
zum Beitrag05.07.2026 , 17:25 Uhr
...und wer schützt die Menschen vor Rechtsextremisten (auch in der Polizei)? Die gewaltsame Räumung der Blockaden war komplett illegal, weil diese als Versammlungen prinzipiell immer unter dem Schutz von Artikel 8 Grundgesetz stehen erst recht nachdem das Demoverbot durch das Verwaltungsgericht Weimar gekippt wurde. Es wurde hier also durch die Polizei tausendfach Grundrecht gebrochen, nur um ein einziges Recht, nämlich den Parteitag einer verfassungsfeindlichen Partei durchzuprügeln. Wo bleibt hier die Verhältnismäßigkeit?
zum Beitrag05.07.2026 , 17:12 Uhr
...wärst Du gekommen, wären wir einer mehr gewesen ; ) Im übrigen waren wir (lt. offizieller Polizeimeldung mehr als 30.000). Bekanntlich untertreiben die regelmäßig.
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