Profil-Einstellungen
Login Kommune
Hier könnten Ihre Kommentare stehen
Herzlich willkommen.
Auch Sie haben eine Stimme und auch die soll gehört und gelesen werden.
Hier werden alle Kommentare gesammelt, die Sie verfassen. Außerdem können Sie Kontaktmöglichkeiten hinterlegen und sich präsentieren.
Wir freuen uns, wenn Sie die taz.kommune mit Ihren klugen Gedanken bereichern.
Viel Freude beim Lesen & Schreiben.
meine Kommentare
29.06.2026 , 11:36 Uhr
Bitte erläutern Sie, welche Aspekte Sie als „praktisch alles falsch“ einschätzen. Zudem stellt sich die Frage, warum es kein einheitliches System für alle gibt, auch im Bereich der Krankenversicherung. Beamte zahlen weder in die gesetzliche Rentenversicherung noch in die Arbeitslosenversicherung ein und verfügen dadurch häufig über ein höheres Nettoeinkommen. Viele nutzen zudem die Beihilfe in Kombination mit einer privaten Krankenversicherung. Die durchschnittlichen Pensionen liegen über den gesetzlichen Renten. Diese Unterschiede zwischen den Systemen sind bekannt und dokumentiert. Es geht dabei nicht um eine Bewertung einzelner Berufsgruppen, sondern um die grundsätzliche Frage, ob parallele Systeme sinnvoll sind. Ebenso stellt sich die Frage, warum Arbeitnehmer mit langen Erwerbsbiografien länger arbeiten sollen, während andere Gruppen von Reformen weniger betroffen sind. Ein mögliches Modell wäre ein einheitliches System, in dem die Leistungen stärker an die individuellen Beiträge gekoppelt sind.
zum Beitrag28.06.2026 , 11:34 Uhr
Eine individuelle Gesundheitsprüfung klingt auf dem Papier sinnvoll. In der Praxis zeigt sich jedoch immer wieder, wie unterschiedlich solche Entscheidungen ausfallen können – schließlich beurteilen selbst Ärzte denselben Fall oft unterschiedlich. Beispiel: Eine 62-Jährige mit nur noch einer halben Lunge gilt für ihren Beruf als „zu gesund“ für eine Erwerbsminderungsrente. Gleichzeitig erhält eine 57-Jährige mit COPD eine Berufsunfähigkeit – obwohl beide dieselbe Tätigkeit im selben Betrieb ausüben. Solche Unterschiede werfen berechtigte Fragen nach der Fairness und Nachvollziehbarkeit des Systems auf. Und selbst wenn jemand früher in Rente gehen darf, bleibt die entscheidende Frage: Wer kann sich das überhaupt leisten? Ich gönne jedem seinen wohlverdienten Ruhestand. Aber wenn ich sehe, wie mein Nachbar als Lehrer bereits mit 60 Jahren Pensionär ist und entspannt den nächsten Urlaub plant, während viele Arbeitnehmer bis zur gesetzlichen Altersgrenze körperlich schuften müssen, dann stimmt für mich etwas nicht. Am Ende tragen häufig diejenigen die finanzielle Last, die ihr Leben lang hart gearbeitet haben – und viele von ihnen erreichen das Rentenalter nicht einmal gesund.
zum Beitrag28.06.2026 , 09:44 Uhr
Was mich an der Rentendebatte besonders stört, ist die offensichtliche Ungleichbehandlung zwischen Beamten und Arbeitnehmern: Während Beamte bei Reformen oft außen vor bleiben und von Anfang an von Vorteilen wie mehr Netto vom Brutto, besserer Gesundheitsversorgung, günstigeren Versicherungen und später höheren + früheren Pensionen profitieren, trägt die große Mehrheit der Arbeitnehmer die Hauptlast der Veränderungen. Ob Maurer, Pflegekraft oder Reinigungskraft – viele beginnen mit 16 / 17 Jahren ihre Ausbildung. Wer dann 45j. gearbeitet hat, sollte genug geleistet haben. Warum soll ausgerechnet diese Gruppe immer länger arbeiten? Studienzeiten finde ich sollten ähnlich wie Kindererziehungszeiten – zumindest teilweise für die Rente angerechnet werden. Und wer freiwillig länger arbeitet, sollte das später auch deutlich finanziell spüren. Auch bei der Erwerbsminderungsrente läuft vieles schief. Schon die nötigen Facharzttermine sind kaum zu bekommen. Dazu kommt, dass zwei Menschen mit derselben Erkrankung unterschiedlich beurteilt werden. Der eine erhält die Rente, der andere nicht. Und selbst wenn sie bewilligt wird: Wer kann von dieser Rente leben?
zum Beitrag