Profil-Einstellungen
Login Kommune
Hier könnten Ihre Kommentare stehen
Herzlich willkommen.
Auch Sie haben eine Stimme und auch die soll gehört und gelesen werden.
Hier werden alle Kommentare gesammelt, die Sie verfassen. Außerdem können Sie Kontaktmöglichkeiten hinterlegen und sich präsentieren.
Wir freuen uns, wenn Sie die taz.kommune mit Ihren klugen Gedanken bereichern.
Viel Freude beim Lesen & Schreiben.
meine Kommentare
15.06.2026 , 23:48 Uhr
Wie bereits von mir angedeutet, ist zumindest ein Teil der genannten Personen in der Vergangenheit durchaus selbst parteipolitisch aktiv gewesen. Nicht so sehr meine Generation – obwohl es da auch einige gibt –, aber bei der Generation, die ein paar Jahre älter ist, ist der Anteil doch erstaunlich hoch.
Teilweise sind sie auch noch aktiv, dann eher in SPD und CDU, wobei auch da die Beteiligung nur noch aufgrund der Regionalpolitik besteht. Mit der Bundespolitik können viele nicht mehr viel anfangen. Und das, obwohl ich aus der Heimatstadt beziehungsweise dem Wahlkreis eines ehemaligen Gesundheitsministers schreibe – dem mit den Maskendeals. Mein Mann war zu der Zeit auf derselben Schule.
Und wer weiß, was Mitte 2024 hier los war, weiß auch, warum sich einige ehemals eher linke Eltern plötzlich politisch sehr anders orientieren.
Das Traurige ist: Die Probleme sind real und ernst, aber es waren 20 bis 30 Personen, also eine kleine Minderheit. Aber die hat es kippen lassen. Nur: Wenn die eigenen Kinder und Enkel betroffen sind, ist es egal, ob es eine Minderheit ist. Man will es einfach nur zuverlässig gelöst haben.
zum Beitrag14.06.2026 , 16:57 Uhr
Es gibt Ergebnisse, die Hoffnung machen – wo die AfD schon im ersten Wahlgang raus war oder die Stichwahl gar nicht erst erreichte. Aber sich darüber zu freuen, dass die AfD eine Stichwahl „nur" mit 48,5 % verloren hat, hat den Touch von Realitätsverleugnung oder verzweifelter Selbstvergewisserung, weil man sonst nichts mehr hat. Es ist erschreckend, welchen Kurs das nimmt. Es zeigt aber auch, wie verzweifelt die Mittelschicht ist. Ich schreibe aus dem Westen, studierte Chemikerin, verheiratet mit dem Inhaber eines (noch) funktionierenden Handwerksbetriebs. Mein Umfeld: Ausser meinen Arbeitskollegen und ehemaligen Kommilitonen meist Handwerker und Angestellte, viele wie wir mit Kindern. Und man spürt, welche Wut sich über die REALEN Missstände angestaut hat – und wie das aus dem Berliner Elfenbeinturm ignoriert wird. Wir können froh sein, dass die AfD Höcke und Co. hat. Für viele sind diese Typen der letzte Grund, KEINESFALLS aus Protest AfD zu wählen. Auch wenn manche, die vor zwei, drei Jahren noch „niemals" sagten, heute finden: Das müsse man doch mal machen, damit Berlin endlich wach wird. Darunter auch ehemalige Grüne und WASGler (Austritt bei Fusion mit PDS damals)
zum Beitrag