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29.01.2026 , 10:10 Uhr
Ein riesiges Dankeschön für diesen Artikel, der mir zu 100% aus der Seele spricht. Wir brechen als Gesellschaft gerade auseinander. Alle suchen nach Identität per Abgrenzung und wir haben gelernt, dass wir erst eine Meinung haben, wenn wir jemand anderen richtig scheisse finden. Fehler sind nicht erlaubt. Das machen uns die Politiker*Innen vor. Bei kleinsten Vergehen werden Rücktrittsforderungen laut und so verschwimmt die Grenze zwischen wirklich problematisch und eigentlich diskutabel. Wir müssen wir uns wieder mehr austauschen, uns uneinig sein und dann auf die Gemeinsamkeiten schauen. Nur so sind wir gefeit vor den dauerhaften Spaltungsversuchen aus der Politik und im privaten Raum durch die sozialen Medien. Wir müssen Räume finden in denen wir unsere extremen Positionen auch mal testen können, aber auch bereit sein, gezeigt zu bekommen, dass sie eben genau das sind. Extreme Positionen. Wir müssen aufhören politische Meinungen zu benutzen um unsere Selbstwertprobleme zu kaschieren und uns selbst zu überhöhen. Ich will wieder den Mut haben Fehler zu machen und dafür belohnt werden. Und umgekehrt
zum Beitrag23.01.2026 , 00:01 Uhr
Ein Treffen der Vergangenheit. Das ist nicht mein Kanzler. Der steht nicht für mich, für mein Leben und meine Zukunft. Der steht mit Trump zusammen für seine Vergangenheit, von der die Welt nur leider bald nichts mehr hat. Wir müssen alternative Foren schaffen, in denen es um Zukunft geht. In denen wir uns auf die neue Welt vorbereiten, die wir vorfinden wenn diese Vergangenheitsmonster endlich tot sind und wir die Menschen aus unserer Generation, die diesen ewig gestrigen zu gerne zuhören, auf unsere Seite ziehen müssen. Wir ändern in den Räumen der mächtigen Egomanen nichts. Wir müssen uns eigene Plattformen und Foren schaffen und nicht unsere ganze Energie mit Kopfschütteln über diese Faltenraubtiere verschwenden
zum Beitrag18.01.2026 , 23:24 Uhr
Die meisten von euch sehen nur das Endprodukt. Zwei Menschen, die sich runtergebrochen versuchen schwer zu verletzen. Der Weg dahin wird aber nicht gesehen. Der Weg dahin bedeutet harte Arbeit und zwar jeden Tag! Aus eigener Erfahrung kann ich euch sagen, dass Politik da derart in den Hintergrund rückt. Behandelt man sich gegenseitig mit Respekt und zieht zusammen durch, kann jede Differenz überbrückt werden. Sich jeden Tag mehrere Stunden mit anderen Menschen an das eigene körperliche und psychische Limit zu begeben schweißt zusammen. Ich sehe Sport als Begegnungsstätte und anstatt diesen Sport nun zu verteufeln, sollte er geöffnet werden und als Kontaktraum dienen. Von außen etwas zu verurteilen, was man nicht durchdringt sorgt für Frustration und besonders für Verhärtung. Wir brauchen Brücken und keine Verurteilungen
zum Beitrag18.01.2026 , 23:17 Uhr
Worauf basiert diese Wahrnehmung? Die allermeisten Kampfsportler hauen sich nicht auf der Straße! Das ist meine Erfahrung nach jahrelanger Kampfsporterfahrung
zum Beitrag18.01.2026 , 14:53 Uhr
Würde man mir eine politische Frage stellen, nachdem ich grad vor 20000 Menschen aufs Maul bekommen habe, hätte ich auch keinen Bock. Ich betreibe selber Thaiboxen und kann bestätigen, dass Kampfsport tendenziell rechte Menschen anzieht. So ist es auch bei uns im Gym. Und gleichzeitig trainiere ich als Mann dort mit Nagellack, Frauen mit dickem Flaum auf den Beinen, geflüchtete Menschen, die kaum Deutsch sprechen und eben jene rechte Menschen. Politik spielt dort keine Rolle. Selbst beim Sparring gibt mir offensichtlich linke Zecke der kampferprobte Ex Hooligan der regelmäßig vor tausend+ Menschen kämpft nicht aufs Maul, sondern lässt sich auf mich ein, gibt mir Tipps und ermutigt mich weiter mit ihm zu trainieren. Danach sitzen alle beisammen und unterhalten sich und tauschen sich aus. Ich sehe wovor ihr Angst habt. Dass hier ein Rückzugs Raum für Nazis entsteht, in dem sie sich auch noch zu Kampfmaschinen ausbilden. Aber Sport verbindet auch. Kampfsport ist ein Begegnungsraum der uns erstmal gleich macht. Und den sollten wir nutzen, weil diese Räume immer mehr verschwinden
zum Beitrag16.01.2026 , 10:59 Uhr
Der heutigen CDU ist Daniel Günther doch nicht mehr rechtspopulistisch genug. Die ganze Politik ist derart nach rechts gerückt, dass der Mann bei der SPD besser aufgehoben wäre. Für mich ist er das Beispiel, wie Politik parteiübergreifend akzeptiert werden kann. Als Linkswähler sind mir Günthers Ansichten häufig zu konservativ aber in einem Rahmen, der für mich diskutabel und demokratisch verträglich ist. Von seiner Parteizugehörigkeit mal abgesehen, spricht der Mann inhaltlich in meinen Augen den Knackpunkt der heutigen Zeit an. Wieso nicht alle , also wirklich ALLE demokratischen Parteien seinen Vorstoß unterstützen, ist mir ein Rätsel. Die AfD ist eine Social Media Partei. Wissenschaftliche, logische und rationale Argumente weichen dem emotionalen Empörungsreflex und es werden nur noch große negative Gefühle bedient. Wenn wir die Techkonzerne nicht massiv reglementieren, sind Wahlausgänge den Algorithmen dieser Konzerne überlassen. Ich habe bei 9/10 Aussagen, die derzeit aus der Union kommen, den einfachen Impuls auszuwandern. 1/10 Günther 9/10 Merz, Reiche, Söder, Dobrindt und die anderen Ottos
zum Beitrag13.01.2026 , 07:52 Uhr
Bei aller (berechtigten) Kritik an unseren Politiker*Innen und unserem System, bin ich doch unheimlich dankbar hier leben zu dürfen. Der Iran lebt nach unserem Maßstab zu Teilen noch im Mittelalter. Macht ist nie gleichmäßig verteilt und ich halte die westlichen Demokratien in gewissem Maße auch für Augenwischerei und sehe auch nicht die Macht beim Volk. Aber es gibt da auch noch Diktaturen, in denen die Macht über hunderte Millionen Menschen in den Händen einiger weniger liegt. Und ich bin immer wieder erstaunt, wie sehr Macht doch korrumpiert. Wie sehr sich Menschen für den Machterhalt die Welt zu recht biegen, schlimmste Verbrechen begehen und trotzdem noch glauben, im Guten zu handeln.
zum Beitrag10.01.2026 , 12:10 Uhr
Ich bin vor zwei Jahren in ein Viertel gezogen, in dem ich mehr Kontakt zu wohnungslosen Menschen habe. Während ich anfangs immer gerne Geld gab und mich mit den Menschen unterhielt, meide ich seit einiger Zeit eher den Kontakt mit den immer selben Gesellen. Sie betteln mir zu aggressiv und konsumieren mir zu offen in Hauseingängen, in den Familien, Kinder und Studenten wohnen. Meine innere Einstellung hat sich verändert. Mir ist letztens diese Veränderung in meinem Verhalten und meiner Einstellung ganz bewusst aufgefallen. So beschäftigt bin ich mit meinem eigenen Leben, mit meinen eigenen Problemen, dass ich anfange die Probleme der Obdachlosen Menschen nicht mehr wahrzunehmen, sondern dir Obdachlosen als Problem sehe. Mir zeigt das eines. Um solidarisch zu sein, um links zu sein, muss ich mich immer wieder reflektieren. Ich muss mich in den Kontext der Welt setzen. Natürlich habe ich auch meine Probleme, aber ein paar mal die Woche ein paar Euro und seine Zeit zu schenken, bricht mir nicht das Genick, hilft aber den Menschen. Abgesehen davon: Obdachlosigkeit darf es in dieser Zeit nicht geben und dieses reiche Land muss gesamtgesellschaftlich solidarisch sein
zum Beitrag08.01.2026 , 23:44 Uhr
Oh man ey. Mir begegnet das Phänomen in letzter Zeit auch immer häufiger. Ich treffe mich mit politisch Gleichgesinnten und deren Lösungen werden irgendwie immer gewalttätiger. Kontakt und Diskurs werden durch Ab- und Ausgrenzung und Gewaltfantasien ersetzt.
Ich bin links weil ich links für die sinnvollere politische Haltung halte. Und zu wissen, dass man auf der richtige Seite steht, heißt auch innere Widerstände auszuhalten, die größere Person zu sein und Menschen, die eben noch auf der von sich aus gesehenen „falschen“ Seite stehen, zuzuhören und Verständnis entgegen zu bringen. Ich erwarte von Rechts kein Verständnis dafür, dass ich links bin. Aber ich erwarte von Links Verständnis für Rechts. Ich erwarte, dass wir das Privileg der Erkenntnis nutzen um anderen Menschen auf unserer politischen Seite eine Heimat zu schenken. Stattdessen wird auch auf der linken Seite immer mehr auf Ausgrenzung und Abspaltung gesetzt. Lasst uns diese verrücktmachenden sozialen Netzwerke löschen und endlich wieder im echten Leben in Kontakt treten
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