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10.01.2026 , 12:10 Uhr
Ich bin vor zwei Jahren in ein Viertel gezogen, in dem ich mehr Kontakt zu wohnungslosen Menschen habe. Während ich anfangs immer gerne Geld gab und mich mit den Menschen unterhielt, meide ich seit einiger Zeit eher den Kontakt mit den immer selben Gesellen. Sie betteln mir zu aggressiv und konsumieren mir zu offen in Hauseingängen, in den Familien, Kinder und Studenten wohnen. Meine innere Einstellung hat sich verändert. Mir ist letztens diese Veränderung in meinem Verhalten und meiner Einstellung ganz bewusst aufgefallen. So beschäftigt bin ich mit meinem eigenen Leben, mit meinen eigenen Problemen, dass ich anfange die Probleme der Obdachlosen Menschen nicht mehr wahrzunehmen, sondern dir Obdachlosen als Problem sehe. Mir zeigt das eines. Um solidarisch zu sein, um links zu sein, muss ich mich immer wieder reflektieren. Ich muss mich in den Kontext der Welt setzen. Natürlich habe ich auch meine Probleme, aber ein paar mal die Woche ein paar Euro und seine Zeit zu schenken, bricht mir nicht das Genick, hilft aber den Menschen. Abgesehen davon: Obdachlosigkeit darf es in dieser Zeit nicht geben und dieses reiche Land muss gesamtgesellschaftlich solidarisch sein
zum Beitrag08.01.2026 , 23:44 Uhr
Oh man ey. Mir begegnet das Phänomen in letzter Zeit auch immer häufiger. Ich treffe mich mit politisch Gleichgesinnten und deren Lösungen werden irgendwie immer gewalttätiger. Kontakt und Diskurs werden durch Ab- und Ausgrenzung und Gewaltfantasien ersetzt.
Ich bin links weil ich links für die sinnvollere politische Haltung halte. Und zu wissen, dass man auf der richtige Seite steht, heißt auch innere Widerstände auszuhalten, die größere Person zu sein und Menschen, die eben noch auf der von sich aus gesehenen „falschen“ Seite stehen, zuzuhören und Verständnis entgegen zu bringen. Ich erwarte von Rechts kein Verständnis dafür, dass ich links bin. Aber ich erwarte von Links Verständnis für Rechts. Ich erwarte, dass wir das Privileg der Erkenntnis nutzen um anderen Menschen auf unserer politischen Seite eine Heimat zu schenken. Stattdessen wird auch auf der linken Seite immer mehr auf Ausgrenzung und Abspaltung gesetzt. Lasst uns diese verrücktmachenden sozialen Netzwerke löschen und endlich wieder im echten Leben in Kontakt treten
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