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21.02.2026 , 01:15 Uhr
Das ist gut möglich. Irgendwie laufen ja Revolutionen meist nicht so, wie man sich das anfangs vorstellt. Aber wenn die Linke keine wichtige Rolle bei der Überwindung des Mullahregimes spielen will oder kann, kann sie auch nicht mitgestalten. Und Pahlevi? Sein Vater hat viel Schlechtes getan; allerdings haben Vater und besonders Großvater (der aus kleinen Verhältnissen kam, eigentlich Präsident werden wollte und erst von den Mullahs überredet werden musste, Schah zu werden) das Land auch in die Moderne katapultiert und die Frauen befreit, ähnlich Atatürk. Bei einer Reise in den Iran vor einigen Jahren spürte man bei den weniger Frommen einige Nostalgie für diese Zeit.
zum Beitrag20.02.2026 , 09:33 Uhr
Nein, das überzeugt mich nicht, Herr Bax! Dass die Proteste gegen den Gaza-Krieg in Deutschland nicht ungeteilte Begeisterung finden, liegt doch nicht zuletzt daran, dass sie den Antisemitismus enorm befeuert haben, was sehr zurecht gegen unsere Staatsräson verstößt! Dazu hätte ich heute auch gerne einmal etwas gelesen. Umgekehrt sehe ich nicht, dass die Linke sich in gleichem Maße gegen die Mullahs einsetzt. Ich glaube schon, dass dies daran liegt, dass die Linke mit ihnen einst gemeinsam die Revolution gegen den Schah eingeleitet hatten (bis die Mullahs, die Linken dann ermordeten, folterten, einsperrten und vertrieben). Genauso, wie vor 1989 von links zu wenig Kritik am Realsozialismus kam, so tut man sich heute schwer damit, dass sich der iranische Widerstand möglicherweise um einen westlich orientierten Prinzen als Integrationsfigur formiert. Und wenn schon? Sind Spanien oder Dänemark undemokratisch, weil es Monarchien sind? Das kleinere Übel dürfte Pahlavi allemal sein und im übrigen ist dies allein Sache der Iraner.
zum Beitrag19.02.2026 , 16:41 Uhr
Es ist richtig, dass der Artikel auf das traurige Ereignis hinweist. Wenn aber einige Kommentare hier die italienische Regierung dafür verantwortlich machen, gibt das der Fall doch gar nicht her. Was hätte die Regierung hier machen sollen? Die Leute aus Nordafrika abholen? Vielleicht ja! Das würde aber zwingend bedeuten, dass Asylanträge nur dort oder in anderen Drittstaaten geprüft werden. Und alle, die sich selbst auf den Weg machen, zur Prüfung ihrer Fälle dorthin zurückgeführt werden. Nur eine solche konsequente Politik würde die Leute davon abhalten, sich Schleppern auf dieser lebensgefährlichen Reise anzuvertrauen.
zum Beitrag11.02.2026 , 15:54 Uhr
Es kann gut sein, dass der Täter auch Opfer ist, so wie der Nazischläger von nebenan vielleicht auch. Aber hilft uns das weiter? Voraussetzung für die Bereitschaft, aus humanitären Gründen Menschen aufzunehmen, ist, dass wenigstens Risiken so gut wie möglich ausgeschlossen werden, zum Beispiel auch durch eine psychische Begutachtung vorab , (absolute Sicherheit gibt es nie). Gerade für labile Menschen kann sich der Kulturschock einer Umsiedlung auch als Trigger erweisen. Schlägereien und Angriffe auf Polizisten müssten zu einer sofortigen Ansprache führen, dass damit der Aufenthaltstitel verloren gehen kann. Das erwarten übrigens auch und gerade die vielen, vielen gut integrierten Ausländer. Eine solche klare Politik würde die Aufnahmebereitschaft immens stärken und Populisten den Boden erziehen (siehe Dänemark). Und nein: ich bin nicht der Meinung, dass es egal ist, ob die jeweiligen Täter hier oder in anderen Ländern Verbrechen begehen würden: Wir sind nicht verpflichtet, zusätzliche Sicherheitsrisiken ins Land zu holen.
zum Beitrag06.02.2026 , 10:06 Uhr
Ich bin erschrocken über die konsequente Distanzlosigkeit und den latent sympathisierenden Blickwinkel, mit der die sonst meinungsbunte taz über dieses Thema berichtet. (Damit meine ich nicht den Vater dieser Person, der darf einseitig sein). Die Haltung scheint zu sein: gegen (mutmaßliche)„Faschos“ ist alles erlaubt. Ist es aber nicht; es handelt sich um heimtückische bewaffnete Überfälle mit zum Teil schweren Verletzungen. Zur Erinnerung: Der Linksextremismus ist nicht deshalb gut, weil er „gegen rechts“ und den bösen Kapitalismus ist. Er hat seine eigene Geschichte der brutalen Entmenschlichung seiner „Feinde“, die noch immer mit guten Absichten begründet wurde. Jeder Staat muss gegen solche Formen der „Selbstjustiz“ hart durchgreifen. Ich wüsste gerne, wie es den Opfern geht, ganz egal, welche Gesinnung diese haben mögen. Ich habe die Beweiswürdigung des ungarischen Gericht jetzt nicht nachvollzogen, aber nach allem, was ich weiß, spricht sehr viel jedenfalls für eine Mittäterschaft von Maja T. Dafür ist es auch nicht erforderlich, dass sie selber zugeschlagen hat, solange sie den Tatentschluss mitgetragen und unterstützt hat.
zum Beitrag06.01.2026 , 16:01 Uhr
„Sind Linksextremisten tatsächlich so einfältig – oder sind sie gar nicht für diese Anschläge verantwortlich?“ Die Blutspur, die Linksextremisten für die „gerechte Sache“ durch die Geschichte gezogen haben, von Robespierre über Lenin, Stalin, Mao, Pol Pot und die RAF, geben gewisse Hinweise. „Le terreur“ war da schon immer ein beliebtes Mittel, das hat mit Einfalt nichts zu tun.
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