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21.01.2026 , 20:08 Uhr
Greffraths linke Vor- und Rückschau – Mein utopisches Kontrastprogramm zu Trump
Trumps Auftritt in Davos war genauso vorherzusehen, da lasse ich Schwerverdauliches nicht auch noch zehnmal sauer aufstoßen. Und siehe da, beim „Blättern“ entdecke ich Greffraths Kommentar, unterhaltsam und mir aus dem Herzen gesprochen. Das zweifellos bewundernswerte linke Engagement von Tür zu Tür, die Thematisierung der Mietpreisbremse und das Angebot der Prüfung der Nebenkostenabrechnung bestechen – und sticht doch so sehr ins Auge, dass der ursprüngliche, dem Engagement zugrunde liegende Sozialismus zu blass wird, als dass er mehr Menschen – auch die ohne Mietprobleme – dauerhaft überzeugen könnte. Und was den Vorwurf des Antisemitismus angeht: Ich habe ihn nicht bemerkt, aber kann ja sein. Man bricht sich keinen Zacken aus der Krone, wenn man sprachlich z.B. die Kritik an Israels Vorgehen gegen die palästinensische Bevölkerung so formuliert, dass jeder antisemitische Vorwurf unbegründet ist. Glaubwürdig sollte man als Partei schon sein. Das wäre den Palästinensern dann eine richtige Hilfe. Vorschau Linke: Es ist noch allerhand zu tun!
zum Beitrag12.01.2026 , 17:40 Uhr
Hannah Arendt wirkt etwas überheblich, wenn sie so zitiert wird. Mit ihrer "Warnung" sollte niemandem, weder dem Autor noch den Kommentatoren vorgeworfen werden, man debattiere losgelöst vom Leiden getöteter, verwundeter und gefangen genommener Soldaten. Eine so verstandene Hannah Arendt wäre mir sehr unsympathisch. Das Bemühen des Autors und der Kommentatoren ist doch ein ganz anderes: Die Realität, nämlich ein unmenschliches Leiden in einem unmenschlichen Krieg anhand von grausamen Zahlen für unser Gehirn greifbar zu machen. Dass als "Nebenprodukt" die Information für uns abfällt, dass Putin Soldaten und Geld ausgehen könnten, halte ich für legitim und verstehe dies nicht als strategische Gedankenspiele. Jedenfalls nicht an dieser Stelle in der taz.
zum Beitrag08.01.2026 , 11:09 Uhr
Der Autor freut sich also – meiner Meinung nach zu Recht: Es gibt noch Linke, die Terror und Gewalt nicht verherrlichen. Dazu gehöre auch ich, für die Terror und Gewalt niemals Mittel der Konfliktlösung oder der Befriedigung persönlicher Bedürfnisse sein dürfen. Die Frage bleibt allerdings, lieber Pascal Beucker, ob a. Menschen mehr und mehr vom seit Jahren sich abzeichnenden Trend des „Rechts der Stärkeren“ massiv beeinflusst werden, b. ob viele – und eben nicht nur Linke - diesen Trend inzwischen als „Problemlösung“ verherrlichen, c. ob viele – ermuntert durch Posts und konkrete Taten von Trump, Hegseth und Mittätern, ermuntert vor allem durch den laschen, taktierenden Umgang mit diesen Tätern – diesen Vorbildern nacheifern.
Spätestens seit Trump und Partnern ist bei vielen Menschen die Scheu vor der Überschreitung „roter Linien“, vor der „Regelverletzung“, ja vor der „Menschenverletzung“ gesunken, bei manchen gar nicht mehr vorhanden. Es gibt - und das ist schlimm - Linke, die sich in dieser „Blase der Unmenschlichkeit“ ebenfalls tummeln. Sie - aber nicht nur sie – zu thematisieren ist unsere Pflicht.
zum Beitrag07.01.2026 , 12:09 Uhr
Mit einer kritischeren Haltung zu den USA hätte Europa in den letzten Jahren sehr viel tun können, um sogar einem Trump und Gleichgesinnten die Stirn zu bieten. Jetzt rächt sich die Selbstblockade durch eine idealisierende Erinnerungs- und billige Schutzkultur. Eine realistische Sicht auf Freunde und dementsprechend Mut in der Kommunikation erspart im Privatleben so manche Enttäuschung und in der Politik Fehler, die nun kaum noch zu korrigieren sind (siehe unsere Erfahrung mit Putin). Insofern können die Autoren Gloger und Mascolo ihr neues Buch beginnen zu schreiben: Das Versagen II - Eine investigative Geschichte der deutschen USA-Politik.
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