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24.04.2026 , 10:59 Uhr
Ich stimme zu, dass große Teile dessen, was eine männliche Sozialisation anrichtet, zu Problem für Männer und ihr Umfeld führen. Mein Problem mit dem Text ist seine fehlende Konsequenz. Über weite Teile suggeriert er: „Jetzt ist Schluss mit der Differenzierung. Ja, es sind alle gemeint, weil selbst die, die nicht vergewaltigen oder verprügeln, eben Socken herumliegen lassen oder sich anderweitig aus der Verantwortung für ein gemeinsames Leben stehlen.“ Dass am Ende dann doch eingeräumt wird, ein Generalverdacht könne hier nur anlässlich eines gekränkten Männeregos hineingelesen werden, nimmt allem zuvor Gesagten die Schärfe. Die Brisanz der Einlassung besteht ja gerade in ihrer Generalisierung, und das sollte man dann auch vertreten. Denn dass ein Teil der Männer aufgrund ihrer männlichen Prägung Probleme bereitet, ist ja nicht unbedingt ein Hot Take. Das Problem mit der sicherlich befreienden Generalisierung („Endlich sagt‘s mal eine!“) ist, dass sie sich eben nur essentialistisch begründen lässt. Das macht die Argumentation angreifbar, wäre aber folgerichtig.
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