: Kriegt Algerien den Stecker in die Sonne?
„Algerien hat mit mehr als 2.000 Sonnenstunden pro Jahr die höchste Sonneneinstrahlung weltweit. Theoretisch könnte die Sonne also einen großen Teil unseres Energiebedarfs decken. In der Praxis geht die Energiewende leider viel zu langsam voran. Projekte werden unregelmäßig gestartet, oft nur eines pro Jahrzehnt, und es fehlt eine klare langfristige Strategie. Auch bestehende Gesetze werden nicht konsequent umgesetzt, was Investoren abschreckt. Unter diesen Bedingungen ist ein vollständiger Übergang von Öl und Gas zu erneuerbaren Energien bis 2050 derzeit nicht realistisch. Das heißt aber nicht, dass es unmöglich ist: Wenn Algerien eine klare Vision entwickelt, kontinuierlich investiert und seine Politik konsequent umsetzt, kann Solarenergie künftig eine zentrale Rolle spielen. Die eigentliche Frage ist also nicht, ob das Potenzial da ist – sondern ob wir es entschlossen nutzen.“
Boukhalfa Yassi, Solarenergieexperte und CEO von Green Energy Complex in Algeria
Aufgezeichnet von Madjeda Zouine, Journalistin aus Algerien
Umverteilung gegen rechts
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