heute in bremerhaven

„Kinder sollen verstehen, was passiert“

Foto: privat

Nick Hoffmann, 21, ist FSJler im Deutschen Schifffahrtsmuseum Bremerhaven im Bereich Bildung & Vermittlung.

Interview Lukas Scharfenberger

taz: Herr Hoffmann, was ist der „Friday for Experiments“?

Nick Hoffmann: Das ist eine Familienaktion bei uns im Deutschen Schifffahrtsmuseum. Es geht um Experimente zum Thema Eis und Meereswandel und findet im Rahmen unserer Sonderausstellung „Sea Changes – Welt und Meer im Wandel“ statt. Dabei geht es um Klimaveränderungen, die gerade in den Polarregionen stattfinden und darum, wie diese derzeit erforscht werden. Wir wollen mit unseren Experimenten zeigen, wie sich Eis im Meer verhält und was das mit dem Klimawandel zu tun hat.

Was hat es denn mit dem Klimawandel zu tun?

Es gibt beispielsweise ein Experiment, das zeigen soll, wie der Meeresspiegel durch das Schmelzen von Gletschereis ansteigt. Wir bereiten zwei Behälter vor: In einen geben wir mehrere Steine, diese sollen die Berge und Gletscher symbolisieren. Dann füllen wir beide mit gleich viel Wasser auf und geben Eis hinzu. Wenn das Eis geschmolzen ist, können wir sehen, dass der Meeresspiegel im Behälter mit den „Gletschern“ höher ansteigt, da das Eis von den Gletschern zusätzlich ins Meer strömt.

„Friday for Experiments“: 15 Uhr, Deutsches Schifffahrtsmuseum, Bremerhaven

Was ist Ihnen besonders wichtig an dem Thema?

Für mich ist das eine ganz gute Verbindung, um auch Kindern zu zeigen, dass der Klimawandel real ist und seine Auswirkungen in der Zukunft wirklich auf uns warten. Darauf macht ja auch Fridays for Future derzeit aufmerksam. Es sollen Vorgänge, die draußen in der Natur stattfinden und gigantisch sind, anschaulich gemacht werden, damit auch Kinder verstehen, was da draußen gerade passiert. Deswegen habe ich die Materialien für diesen Tag rausgesucht, ich baue die Experimente auch auf und führe sie heute durch. Uns als Forschungsmuseum ist es natürlich auch wichtig, in der aktuellen Debatte zu zeigen, was es im Bereich Klimawandel an Forschung gibt.