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Schwontkowski zum Fest

Familie Seinsoth hat die Weserburg reich beschert: Das Museum erhält 210 Werke des spätberühmten Bremer Malers Norbert Schwontkowski

VonBenno Schirrmeister

Die Norbert Schwontkowski-Sammlung von Brigitte und Udo Seinsoth wurde am Dienstagabend an Weserburg-Direktorin Janneke de Vries als Dauerleihgabe überreicht. Sie umfasst 210 Einzelwerke und Serien des 2013 gestorbenen Bremer Malers aus nahezu allen Schaffens­perioden.

Das Museum wird nun einen eigenen Schwontkowski-Raum einrichten. Der Künstler war Anfang des Jahrhunderts plötzlich von Großgalerien wahrgenommen worden und erlangte späten Weltruhm: Die Mode der neuen deutschen Gegenständlichkeit ließ die Preise auch seiner Bilder in die Höhe schnellen.

Seinen spezifischen Weg erzählerischer Malerei hatte Schwontkowski da schon lange unbeirrt beschritten. Fast ebenso lange hatte Brigitte Seinsoth seine Gemälde und Papierarbeiten in ihre Galerie aufgenommen.

„Meine Tochter Karin und ich haben entschieden, die Sammlung nicht zu veräußern“, erläuterte Udo Seinsoth, „sondern sie als Ganzes zu erhalten“. Und zwar in Bremen, der Stadt, von der Schwontkowski nicht lassen konnte.

In eine Schenkung werde er die Gabe aber erst dann umsetzen, wenn sich Bremens Politik „verlässlich zum Museum Weserburg bekennt“, sagte Seinsoth.

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