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taz🐾sachen18.200-mal Pieeeeeeeeep

Die taz sitzt seit Kurzem in ihrer neuen Redaktion in der Friedrichstraße. Mit dem neuen Haus gibt es auch ein neues Kartensystem. Mitarbeiter müssen mit ihren taz-Karten einchecken, um morgens in die Redaktion zu gelangen. Dafür müssen sie die Karte an einen kleinen quadratischen Kasten halten, der dann „Pieeeeeeeeep“ macht. Das Zeichen dafür, dass sich die schwere Glastür nun öffnen lässt und die Pforte ins steinerne Treppenhaus betretbar ist. Mitarbeiter A, ein Whistleblower aus der EDV, hat zur Kartenbenutzung folgende Zahlen ermittelt:

Das Haus hat 534 aktive Karten. Acht wurden davon schon gesperrt, weil sie verloren oder kaputtgegangen sind oder die Sperrung getestet wurde. Insgesamt wurden die Karten 18.200-mal im November eingesetzt, um Türen zu öffnen. Mitarbeiter B und C können sich nicht einigen, ob das viel oder wenig ist bei rund 200 Mitarbeitern. 104-mal wurde dagegen der Zugang verweigert, denn nicht alle können überallhin. Alle taz-Mitarbeiter sind gleich, manche sind gleicher.

Wie das neue Kartensystem ankommt? Mitarbeiter D aus der Berlin-Redaktion ist das Gepiepe „wurscht“. Dass abgespeichert wird, wann er zur Arbeit erscheint, ist ihm auch egal. Im Redaktionssystem sei sowieso schon lange nachvollziehbar, wer woran arbeitet.

Wie datenschutzfreundlich die neue Erfassung ist, wird noch verhandelt. So sei momentan beispielsweise nicht sicher, wie lange die Betreiberfirma die Daten aufbewahren wird, so der Whistle­blower.

Deshalb wird der Datenschutz zumindest in diesem Text beachtet. (bki)

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