: Rege Wahlbeteiligung der Türken in Deutschland
Konsulate Stimmabgabe für das türkische Verfassungsreferendum endete am Sonntag
Die Türken in Deutschland konnten zwei Wochen lang über das umstrittene Präsidialsystem abstimmen, das Staatschef Recep Tayyip Erdoğan anstrebt. Es würde seine Macht deutlich stärken. In der Türkei ist das Referendum für den 16. April (Ostersonntag) anberaumt. Das Verbot von Wahlkampfauftritten mehrerer türkischer Minister in Deutschland vor der Abstimmung belasten die Beziehungen zwischen Ankara und Berlin bis heute schwer. Dazu trugen auch provokante Nazi-Vergleiche Erdoğans bei. Er warf selbst Kanzlerin Angela Merkel (CDU) vor, Terroristen zu unterstützen.
Zum Ausgang der hiesigen Abstimmung sagte der Vorsitzende der Türkischen Gemeinde in Deutschland, Gökay Sofuoğlu: „Auch wenn einem das Bild vermittelt wird, es gebe viele Ja-Sager, rechne ich mit keinem eindeutigen Ergebnis.“ Er ging von einer höheren Wahlbeteiligung als bei der türkischen Parlamentswahl 2015 aus. „Viele Menschen interessiert, wie die Türkei in Zukunft regiert wird – nicht von wem sie regiert wird.“
Allgemein wird mit einem engen Ausgang des Referendums gerechnet. Für Erdoğan sind daher die Stimmen der im Ausland lebenden Türken wichtig – zumal diese in Deutschland verstärkt seine AKP unterstützen.
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