: USA: IS bleibt Hauptgegner
Syrien Nach dem Vergeltungsschlag der USA für einen mutmaßlichen Giftgasangriff des syrischen Regimes erklären zwei US-Minister alternative Ziele ihrer Politik in Syrien
ap| Zwei führende Mitglieder der US-Regierung haben eine Änderung ihrer Politik gegenüber dem syrischen Präsidenten Baschar al-Assad in Abrede gestellt. Oberstes Ziel bleibe, die Terrormiliz „Islamischer Staat“ zu zerschlagen, sagte Außenminister Rex Tillerson am Sonntag dem Fernsehsender CBS. Zuvor hatte er noch erklärt, es solle eine Koalition gebildet werden, um Assad zu stürzen. Die UN-Botschafterin Nikki Haley sagte dem TV-Kanal CNN, Assad zu stürzen sei nicht das einzige Ziel der USA. Sie wollten auch dem Einfluss von Assads Verbündetem Iran in Syrien entgegentreten.
Die USA hatten am Freitag einen Luftwaffenstützpunkt des syrischen Militärs angegriffen. US-Präsident Donald Trump bezeichnete dies als Reaktion auf einen mutmaßlichen Giftgasangriff des syrischen Militärs auf Rebellengebiete. Dieser Angriff habe seine Einstellung gegenüber Assad sehr stark verändert, sagte Trump.
Syrien beteuert, es habe kein Giftgas eingesetzt, sondern bei einem Luftangriff ein Chemiewaffenlager der Rebellen zerstört.
Konkrete Beweise lieferte bislang keine der beiden Seiten.
▶Schwerpunkt
Gemeinsam für freie Presse
Als Genossenschaft gehören wir unseren Leser:innen. Und unser Journalismus ist nicht nur 100 % konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung. Unser nächstes Ziel: 50.000 – und mit Ihrer Beteiligung können wir es schaffen. Setzen Sie ein Zeichen für die taz und für die Zukunft unseres Journalismus. Mit nur 5,- Euro sind Sie dabei! Jetzt unterstützen