Danke für den sehr sachlichen und ausführlichen Beitrag.
Ich würde es auch sinnvoll finden, hier einmal eine begriffliche Präzisierung vorzunehmen: Bei diesem Grossbetrieb handelt es sich um industrielle Tierproduktion, schon längst nicht mehr um "Landwirtschaft". Es ist ein gutes Beispiel für feudale Strukturen, die sich die Absurdität des EU-Subventionsdschungels nur zunutze machen.
Hochgradig umweltschädlich und tierfeindlich das Ganze. Gehört besser heute als morgen abgeschafft, statt subventioniert. Nach Ende der Subventionierung (auch unter Einbeziehung der Abschaffung der Agrarexportsubventionen) muss die Mehrwertsteuer für Fleischprodukte auf 19% (oder dann den neuen Satz) angepasst werden.
Hinzu kommt die Einführung und Anwendung einer 15% igen Klimasteuer für umweltgefährdende Betriebe. (Wieviel Methan produziert dieses "Gut" mit 24.000 Grossvieheinheiten, wieviel Myriaden Fäkalkeime werden mit der Gülle emittiert ?)Von Bodenschäden, Trinkwasserverseuchung und der ethischen Problematik einmal noch ganz abgesehen. Man stelle sich die Frage:
Warum soll ausgerechnet dieser privilegierte Großbetrieb nicht auch unter realen Marktbedingungen produzieren müssen ?
Der heute veröffentlichten Wachstums- und Schwundprognose der Bundesregierung (Tiefensees Nightmare) entsprechend wird der dortige Landkreis in den nächsten Jahren mehr als 15 Prozent seiner Einwohner verlieren. Soziales Politikziel muß daher sein, die Leute dort zu halten, indem die Erwerbsmöglichkeiten in der familiären Landwirtschaft, nämlich Kleinbetriebe, gefördert werden. Das muss man auch in Brüssel begreifen. Steuergelder müssen mit breitem sozialem Nutzen verwandt werden, die interessengeleitete Kungelei der Agrarlobbyisten ("LandwirtschaftsministerInnen") hat aufzuhören.
Es braucht mehr und mehr Öffentlichkeit, um diesen feudalen Agrar-Stall auszumisten, bitte bleiben Sie dran.
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