: Der Meßlöffelskandal
Erlangen (AP/taz) – Babys werden immer dicker, und endlich weiß man, warum. Nach dem Antibiotikainbabygläschen- und dem Nuckelfläschchenzahnzerstörerskandal hat nämlich nun eine Dortmunder Forschergruppe eine neuerliche Attacke auf die Kleinkindgesundheit aufgedeckt. Verantwortlich ist wieder mal die Kindernahrungsindustrie, diesmal die Hersteller von Milchpulverprodukten. Die sind nach Angaben der Hamburg-Mannheimer-Stiftung nicht in der Lage, ihre Meßlöffel vernünftig zu eichen. Bei 8 von 17 untersuchten Produkten fassen sie viel mehr nährendes Pulver, als von den Herstellern als sinnvoll angegeben – in einem Fall sogar 26 Prozent. Ergebnis: Mütter mästen ihre Kinder, ohne es zu ahnen. Die werden dicker und dicker – in manchen Fällen sogar um 26 Prozent. Die Hersteller indes werden reicher und reicher – in einem Fall sogar um 26 Prozent.Foto: Jürgen Baldiga
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