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Jazz im Frontalangriff

■ Jazz-Club lädt zum Mega-Riesenfest des traditionellen Jazz ins Marriott-Hotel

Warum heißen Jazzkeller eigentlich Jazzkeller und nicht Jazzbalkon, Jazzdachstube oder ganz einfach Jazzbude? Eine Naturkatastrophe hätte verhindert werden können! Das haben sich vermutlich die Verantwortlichen des Jazzclub Bremen e.V. gedacht, als ihre Räume im Tivoli-Hochhaus in Grundwassersturzfluten absoffen; und mit ihnen eigentlich auch ein Stück Jazzkultur der Stadt. Nach drei Jahren Trauerarbeitet leitet der Club sein neues Engagement für den traditionellen Jazz zwischen Dixiland, Hot-Dance-Floor-Music der 20er Jahre (das ist: wenn eine überhitzte Fußbodenheizung den in typischer Coolness erstarrten Jazzlauscher zum Zappeln zwingt) und Funky-Jazz mit Pauken, Trompeten und vielen blitzenden Saxophonen. Immerhin werden zwischen 19 Uhr und 1 Uhr zwölf Bands drei Räume des Marriott-Hotels in Jazzkeller, sagen wir lieber, in Jazzbuden verwandeln. Die Verantwortlichen des Jazzclubs, fundierte Kenner der Szene, lassen Swingmeister aus aller Welt herbeiströmen, Rod Mason, Mighty Flea Conners und die Harlem Nighthawks. Außerdem soll man erleben, daß es selbst in Bremen gute Jazzer gibt. bk

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