: Grüne kritisiert Flüchtlingsstop
Der Beschluß der deutschen Innenminister, zunächst keine weiteren Flüchtlinge aufzunehmen, trifft auf Widerspruch. Die Bonner Ausländerbeauftragte Marieluise Beck erklärte, da Albanien und Makedonien ihre Kapazitäten längst überschritten hätten, sei die weitere Aufnahme von Flüchtlingen „das humanitäre Gebot der Stunde“. Zwar sei es vorrangig, die Flüchtlinge vor Ort zu versorgen. Angesichts der immensen Zahlen von Flüchtlingen, erläuterte ihr Sprecher Bernd Knopf, sei es jedoch falsch, die Aufnahme von vornherein zu deckeln. AFP/taz
Das jugoslawische Fernsehen hat gestern Aufnahmen einer offenbar vor kurzem über Mazedonien abgestürzten „Drohne“ der Bundeswehr gezeigt. Das unbemannte Aufklärungsflugzeug sei in der Nähe der Stadt Tetovo abgestürzt. dpa
Die Katholische und die Evangelische Kirche in Deutschland haben vor einer Eskalation des Kosovo-Konflikts gewarnt. Die Katholische Deutsche Bischofskonferenz erklärte gestern in Bonn, Perspektiven einer „politischen Konfliktbearbeitung“ müßten wieder eröffnet werden. Ebenfalls gestern erklärte der Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland, die Luftangriffe stachelten nur zu weiterer Brutalität an. AFP
Etwa 900.000 Mark hat die deutsche Bundesregierung gestern der zuständigen UN-Hochkommissarin Mary Robinson für die Dokumentation von Menschenrechtsverletzungen im Kosovo in Aussicht gestellt. Beobachter sollen unter anderem auf der Grundlage von Berichten von Flüchtlingen eine möglichst umfassende Dokumentation erstellen. AFP
Das bosnische Staatspräsidium ist erstmals seit sechs Wochen zu einer Sitzung zusammengetreten. Die bosnischen Serben hatten das Gremium seit dem 7. März boykottiert, um gegen die Absetzung des serbischen Teilpräsidenten Nikola Poplaen und die Neutralisierung der Stadt Brcko zu protestieren. AFP
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