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Bertelsmann soll nur Bertelsmann gehören

Gütersloh/Hamburg (dpa) – Ein Börsengang des größten europäischen Medienkonzerns, Bertelsmann, ist laut Firmengründer Reinhard Mohn ausgeschlossen. „Ich bin sicher, daß die Unabhängigkeit von Bertelsmann besser gewahrt wird, wenn es keinen fremden Aktionärsinteressen ausgesetzt ist“, sagte er dem Manager Magazin. Dies gelte aber nicht für einzelne Geschäftsfelder. Mohn kündigte einen „Aufmarsch“ von Tochterfirmen an, die in börsennotierte Firmen umgewandelt werden sollen. Hierzu könnte auch die Bertelsmann Music Group (BMG) gehören. BMG war im Geschäftsjahr 1997/98 mit 7,9 Milliarden DM die umsatzstärkste Sparte des Konzerns. Der Firmenpatriarch hatte zum 1. Juli das ihm allein zustehende Stimmrecht von rund 90 Prozent des Aktienkapitals auf die neugegründete Bertelsmann-Verwaltungsgesellschaft übertragen. Das hatte er mit seinem Gesundheitszustand begründet. Mohn sagte, ein Unternehmen der Größe von Bertelsmann sei keine Privatangelegenheit einer Familie.

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