: zypries' pläne
Strafen und Schützen
Bis Weihnachten will Justizministerin Zypries einen Gesetzentwurf zur Reform des Sexualstrafrechts vorlegen:
– Der sexuelle Missbrauch von Kindern soll künftig auch in durchschnittlichen Fällen mit mindestens einem Jahr Haft bestraft werden. Bisher galt dies nur für schwere Fälle.
– In die Gendatei des BKA sollen auch ertappte Exhibitionisten aufgenommen werden.
– Überlegt wird, Telefonüberwachung in Fällen sexuellen Missbrauchs auf die Suche nach Einzeltätern auszudehnen.
– Auch die Mindeststrafe beim „sexuellen Missbrauch Widerstandsunfähiger“ soll von sechs Monaten auf ein Jahr erhöht werden. Damit soll der Schutz von (geistig) Behinderten an den von Nichtbehinderten angeglichen werden.
Im kommenden Sommer soll ein weiterer Gesetzentwurf die Rechte der Opfer im Strafverfahren verbessern. CHR
Gemeinsam für freie Presse
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen