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wortwechselWas unter Infantino läuft, sprengt alle Grenzen

Die Reaktionen auf die Einmischung Trumps und die Entscheidung der Fifa sind kritisch. Die Reform des Informationsfreiheitsgesetzes muss praxistauglich sein.

Pokal versteigern?

„Trump greift bei Fußball-WM ein: Vielen Dank an die Fifa“

taz vom 6. 7. 26

Faszinierend. Fußball und Sport als Bastion der Gerechtigkeit, Fairness, Regeltreue. Es käme auf den Versuch an. Oder man versteigert den Pokal direkt am Anfang im Freistilgefecht.

Le­se­r*in Janix auf taz.de

Sieg für die USA

„Abschied vom US-Team: Eine große Hoffnung

taz vom 7. 7. 26

Das ist ja wohl der Gipfel der Unsportlichkeit! Faire WM-Vorbereitungsmöglichkeiten für die iranischen National-Kicker konnte das gemeinsame Engagement der beiden mächtigsten Männer der Welt und des Weltfußballs ja noch rechtzeitig verhindern, ebenso die Sperrung des besten US-Socceteers für das Achtelfinale gegen die Belgier und deren bösartigen Einspruch dagegen – und da meint Belgien nichtsdestotrotz, den Gastgeber aus dem Turnier werfen zu können!

Ja, in welcher Welt leben wir denn? Etwa in einer, in der wahre Überlegenheit und America First nichts mehr gelten? Und in der wirklich wichtige Männer sich unter völlig willkürliche Regeln ducken, die ihren Interessen mehr schaden als nützen? Das wäre ja noch schöner!

Einmal mehr gilt es, vor aller Welt die persönliche Vorbildfunktion des Global Fairness-’n’-Peace-Dream-Teams Trump-Infantino und natürlich auch die des Fußballs unverzüglich zur Geltung zu bringen, sprich: den Belgiern den angeblichen Sieg ab- und den USA zuzuerkennen, allein schon als Warnung an alle andern, ja immer die Richtigen und Guten gewinnen und die Falschen und Schlechten verlieren zu lassen.

Benjamin Kradolfer, Bellach, Schweiz

Uefa raus aus Fifa

„Skandalentscheidung der Fifa“,

taz vom 6. 7. 26

Was für eine Farce. Es wird allerhöchste Zeit, dass sich ein paar große nationale Fußballverbände zusammentun und sich von der Fifa emanzipieren. Das war schon immer ein korrupter Haufen. Aber was unter Infantino läuft, sprengt alle noch vorhanden Grenzen.

Selbst wenn Trump mal abgedankt hat und niemand mehr Gianni Infantino persönlich vor der Justiz schützt. Dieser Eingriff hat für alle das Potenzial, ein Kipppunkt zu sein, und selbst wenn’s nur die Uefa-Mitglieder sein sollten, die was Eigenes machen. Rechtlich wäre das möglich. Immerhin hat der EuGH längst entschieden, dass die Fifa gegen EU Wettbewerbsrecht verstößt. Le­se­r*in Deep South auf taz.de

Macbeth und Fußball

Schon der große Fußballexperte William Shakespeare wusste es (und ließ es uns durch die drei Hexen in „Macbeth“ wissen): Fair is foul and foul is fair … ­(Macbeth, 1. Akt, 1. Szene).

Hans-Peter Remmler

Förderung nötig?

„Haushalts- und Klimapolitik: Mit Vollgas rückwärts“, taz vom 7. 7. 26

Es ist richtig, dass die Förderung von nicht fossilen Energieformen die Energiewende beschleunigen kann. Es ist jedoch falsch, dass alleine die Förderung solcher Maßnahmen zum Beispiel den Bausektor unrentabel machen.

Schon heute sind erneuerbare Energien auch im privaten Sektor aufgrund der planbaren Kosten rentabel. Hinzu kommt der Kapitalfaktor. Ein Haus mit Wärmepumpe und/oder Solaranlage lässt sich deutlich besser wieder verkaufen (und auch finanzieren) als ein Haus mit Ölheizung. Die Solaranlage auf der Bestandsimmobilie rechnet sich ab dem ersten Tag, da hier der Wert um den gleichen Betrag steigt. Die Preise für Wärmepumpen, Solaranlagen und Batteriespeicher sind deutlich gefallen, daher ist die Diskussion berechtigt, ob ich eine Förderung (die auch einen hohen bürokratischen Aufwand mitbringt) für einige 1.000 Euro mehr Investment notwendig ist.

Stephan Klöckner, Neustadt in Holstein

Friedenspolitik

„Warum dürfen Europäer mit Putin nicht über Atomwaffen reden?“

taz vom 6. 7. 26

Von dieser Sorte Politiker wie Mützenich brauchen wir viele mehr. Selbstverständlich sollten wir mit Putin reden, wir reden ja auch mit Trump. Nur mit Kanonen herumzufuchteln, ist keine sinnvolle Politik. Wie Mützenich ausführt: Es gab in der Vergangenheit solche Bemühungen und sie waren erfolgreich – bis die belletristischen Gewichte wieder schwerer wogen. Friedenspolitik ist komplex, nicht einspurig. F. L. Winkelhoch, Gummersbach

Arbeitnehmerschaft

„Härtere Zeiten für Beschäftigte“

taz vom 3. 7. 26

Die 13-köpfige Rentenkommission, welche die Reformvorschläge für die Bundesregierung ausgearbeitet hat, besteht aus 3 Politikerinnen und Politikern, 10 Professorinnen und Professoren. Also eine Gruppe Leute, die zukünftig alle Pensionen erhalten, macht Vorschläge bezüglich einer Rente, die von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern mit Beiträgen versorgt wird. Da möchte ich fragen, wo ist die Arbeitnehmerschaft in der Kommission vertreten? Warum wurde die Hälfte der Kommission nicht mit Sachkundigen bezüglich der Rente aus Gewerkschaft, Betriebsräten, Handwerksarbeitern und Industriearbeitern besetzt? Warum bestimmen wieder „Eliten“ über die Köpfe der Arbeitnehmerschaft?

Das Gesetz „Rente mit 63“ soll laut der Kommission wegfallen, das heißt aber auch, die besonders langjährig Beschäftigten mit 45-jähriger Arbeitsleistung sollen auch über 65 Jahre arbeiten. Für mich würde dieses zum Beispiel bedeuten, dass ich 50 Jahre als Handwerker arbeiten soll. Können Gruppen, welche als Pensionsempfänger schon ab 35 Jahren volle Pension erhalten können, überhaupt erfassen, was es bedeutet, 50 Jahre als Handwerker zu arbeiten? Ich möchte der Kommission hiermit ihre Sachkunde absprechen.

Frank B. Lukass, Delbrück

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