: wohin heute Ersatz für Engelsstimmen
So ein schönes Sprechsingen. Ganz zart auftretend. Klingt wie ein sein Atlantis suchender Donovan, den man sich gar nicht anzustupsen traut, weil ihn das doch aus den Träumen aufschrecken könnte: „In a perfect world, there would be angels singing“, ist da bei Dominique, dem Bandprojekt von Dominik Eichler, Australier in Berlin, zu hören. Weil’s keine perfekte Welt ist, macht es Eichler selbst. So weltflüchtig, weil man sich halt noch einen Traum gönnt. So schön, dass das alles natürlich gar nicht wahr sein kann. Unbedingt was für die zärtliche Stimmung, wobei sich Dominique zum Kuschelrock so verhalten wie Wiegenlieder zu einer Schlaftablette. Und das kann einen an diesem Abend sogar darüber hinwegtrösten, dass der eigentlich mit angekündigte Kim Warsen seine musikalischen Zartbitterschokoladen gar nicht mehr auspacken möchte. Schon schade. Dafür gibt es noch Jusko Trust zu hören.
Mudd Club, Donnerstag 21 Uhr
Gemeinsam für freie Presse
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen