wochenschnack: Ein Kampf um Anerkennung
Vor 200 Jahren entstand in Hamburg eine jüdische Reformgemeinde. Der Bankier Salomon Heine, Onkel des Dichters Heinrich Heine, war dabei
Foto: Wikimedia commons
Von einer Art Hoffnung getrieben
Zitat: „Aber auch sonst hat ihm die Großzügigkeit wohl Spaß gemacht.“
Nun ja. Unter Spaß versteht ja jeder etwas anderes. Wir werden wohl nie erfahren, was Salomon Heine darunter verstanden hat. Aber womöglich war der edle Spender ja auch eher von einer Art Hoffnung getrieben.
Heine wollte offenbar dazu gehören. Und dass es Menschen leichter fällt, andere zu integrieren, wenn sie sich etwas davon versprechen, wissen wir alle aus Erfahrung. Es ist nicht unwahrscheinlich, dass auch Salomon Heine es wusste. Und sehr wahrscheinlich erklärt das Phänomen sogar den Umstand, dass die Stadt Hamburg keinen Cent zu viel ausgeben will für die Erinnerung an einen ihrer spendabelsten, nun ja, Bürger. Sie glaubt wohl einfach nicht, dass sie was davon haben wird, wenn sie Salomon Heine wenigstens posthum integriert.
Mowgli, taz.de
Bemerkenswerter Mann
Ein bemerkenswerter Mann seiner Zeit.
Danke für die Förderung des Neffen, des bedeutendsten deutschen Literaten & Feuilletonisten.
adagiobarber, taz.de
Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen