was für eine woche: „Nicht wiederholen, was war, sondern darüber nachdenken, was es bedeutet hat“
Matthias Kalle
Ach, es ist ein Jammer: Nachrichten altern schnell, aber ungleichmäßig. Manche verlieren schon nach Stunden ihre Dringlichkeit. Andere gewinnen sie erst, wenn man zurückschaut – wenn das Nächste längst das Übernächste verdrängt hat und sichtbar wird, was sich dazwischen verschoben hat.
Genau dieser Abstand fehlt im Takt der Eilmeldungen. Nicht weil Journalismus zu schnell wäre, sondern weil Schnelligkeit und Einordnung verschiedene Aggregatzustände sind. Beides gleichzeitig geht nicht. Was dabei verlorengeht, ist selten das Laute, sondern das Leise: die Verschiebung, die sich erst im Zusammenhang zeigt, der Widerspruch, der erst sichtbar wird, wenn man aus dem Strom heraustritt und sich fragt, wohin er eigentlich fließt.
Matthias Kalle leitet gemeinsam mit Luise Strothmann die wochentaz.
Deshalb gibt es ab dieser Ausgabe unsere neue Rubrik „Was für eine Woche“, die von nun an an die Stelle des Inhaltsverzeichnisses tritt: vier kurze Texte, die zurückschauen. Nicht um zu wiederholen, was war, sondern um darüber nachzudenken, was es bedeutet hat. Pointiert, analytisch und manchmal widersprechend.
Bevor die nächste Woche beginnt und alles wieder von vorne losgeht.
Nur noch 460 – dann sind wir 50.000
Als Genossenschaft gehören wir unseren Leser:innen. Und unser Journalismus ist nicht nur 100 % konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung. Unser nächstes Ziel: 50.000 – wir brauchen nur noch 460 Freiwillge, dann haben wir es geschafft! Setzen Sie jetzt ein Zeichen für die taz und machen Sie mit. Mit nur 5,- Euro sind Sie dabei! Jetzt unterstützen