was fehlt ...: ... Ottmar Hitzfeld
„Auch ein Trainer hat Gefühle“, sagte Ottmar Hitzfeld 1997 nach dem Gewinn der Champions League. Was eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein sollte, war bei Hitzfeld eine Offenbarung, galt er doch als emotionaler Gefrierschrank. So setzte er das Eingangszitat folgendermaßen fort: „Aber ich darf nicht menschlich entscheiden. Ich muss das Beste für den Verein tun.“
Hitzfeld ist leidenschaftlicher Pokerspieler. Das merkte man ihm auch auf der Trainerbank an. Das Pokerface war immer präsent. Selbst nach Debakeln wie der Champions-League-Niederlage 1999 soll der „General“ stets sachlich geblieben sein. Ebenso leise geriet nun auch sein Abgang nach dem Achtelfinal-Aus der Schweizer Nationalelf. Diese ruhigen Töne werden dem Fußballzirkus fehlen. Und natürlich Hitzfelds ulkiger beiger Trenchcoat. (maw, taz)
Gemeinsam für freie Presse
Als Genossenschaft gehören wir unseren Leser:innen. Und unser Journalismus ist nicht nur 100 % konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung. Unser nächstes Ziel: 50.000 – und mit Ihrer Beteiligung können wir es schaffen. Setzen Sie ein Zeichen für die taz und für die Zukunft unseres Journalismus. Mit nur 5,- Euro sind Sie dabei! Jetzt unterstützen
meistkommentiert