: was bisher geschah
Han Dongfang und sein Einsatz für die Rechte der Arbeiter
Han Dongfang wurde im Mai 1989 ins Vorbereitungskomitee der „Autonomen Pekinger Arbeitervereinigung“ gewählt. Die Vereinigung ist die erste unabhängige chinesische Gewerkschaft seit 1949.
Sie wurde im Zuge der Demokratiebewegung gegründet und kam während ihrer zweiwöchigen Existenz auf 20.000 Mitglieder, deren Sprecher Han wurde.
Zuvor hat der aus einer armen Bauernfamilie in der nördlichen Provinz Shanxi stammende Elektriker sechs Jahre lang bei der Eisenbahn gearbeitet und Kühlzüge repariert.
In der Nacht auf den 4. Juni 1989 wurde er von Studenten gezwungen, Pekings Tiananmen-Platz vor den heranrückenden Soldaten zu verlassen. Als er später aus dem Fernsehen erfuhr, dass er gesucht wurde, stellte er sich freiwillig.
Er wurde 22 Monate ohne formelle Anklage inhaftiert. Er wurde gefoltert und trat dreimal in den Hungerstreik, um seine medizinische Versorgung zu erzwingen, nachdem er in eine Zelle mit TBC-Kranken gesteckt worden war.
1991 wurde er freigelassen, 1993 wurde ihm in den USA ein Lungenflügel entfernt.
Han erhielt für seinen Einsatz für Arbeiterrechte in China zahlreiche Auszeichnungen, darunter den Hans-Böckler-Preis des DGB und den Solidaritätspreis der Hansestadt Bremen.
FOTO: REUTERS
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