verboten:
Guten Tag,
Bischof Hans C. Knuth!
Fernsehmoderator Gerhard Delling hat gesündigt. Meinen Sie. Nach dem Sieg gegen Kamerun sagte er: „Es ist vollbracht.“ Unbedacht sei das gewesen, meinen Sie. Immerhin sei Jesus mit diesen Worten am Kreuz gestorben. Mein lieber Herr Knuth! Wenn Sie wüssten, was Delling jeden Abend nach Sendeschluss betet. verboten hört alles:
„Ich glaube an Ball, den Runden, den Allmächtigen, den Schöpfer des Sieges und der Niederlage. Und an Rudi Völler, seinen eingeborenen Sohn, unseren Teamchef. Er sitzt zur Rechten Franzens, des allmächtigen Kaisers; von dort wird er flanken, zu richten die Schießenden und die Köpfenden. Ich glaube an den Heiligen Geist von Spiez, den heiligen Deutschen Fußball-Bund, Gemeinschaft der Fans, Vergebung der Nachwuchsarbeit-Sünden, Auferstehung in der 89. Minute und das ewige Wunder von Bern.“
Amen.
Gemeinsam für freie Presse
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen