verboten:
Guten Tag,
Musikindustrie!
Es ist unfassbar: Seit Zeiten nimmst du hart arbeitenden Musikern ihre Songs für ’nen Appel und ’n Ei ab und verhökerst sie dann für viel Geld an die Musikfans. Dann lässt du die bis dahin kostenlose Musiktauschbörse Napster schließen – angeblich weil sie die Rechte von Musikern verletzt, die du ihnen längst entzogen hast. Schließlich versuchst du auch noch, Napster als kostenpflichtiges Angebot wieder zu eröffnen – und wunderst dich, dass sich kein Mensch dafür interessiert. Lass dir gesagt sein, Musikindustrie – in Zukunft werden immer mehr Leute ihre Songs für lau vom Netz laden, statt dir sinnlos Kohle in den Rachen zu werfen. Die Entwicklung der Produktivkräfte schert sich nämlich null um deine Sonderwünsche. Musikindustrie, sei mal fortschrittlich und geh endlich dahin, wo du hingehörst:
In den politökonomischen Orkus der Geschichte!
Gemeinsam für freie Presse
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen