verboten:
Guten Tag, meine Damen und Herren!
Nach kurzem Siechtum schied gestern der große Philosoph und Kulturstaatsminister Julian Nida-Rümelin aus seinem Amt. Aber der große Philosoph und Kulturstaatsminister wäre nicht großer Philosoph und Kulturstaatsminister, wenn er nicht in seinem Abschiedsbrief an den „sehr geehrten Bundeskanzler“ noch einen rhetorischen Sprengsatz versteckt hätte. Er endet mit den Worten: „Ich wünsche Ihnen – nicht nur kulturpolitisch – weiterhin virtú!“
verboten hat – im Gegensatz zu Schröder – ermittelt, was es mit diesem dünkelhaften „virtú“ auf sich hat – es handelt sich um ein Büromöbel-Ensemble: „Mit virtú bietet das Arnstädter Büromöbelwerk ein zweck- und zeitgemäßes Produkt“, welches „auch ohne handwerkliches Geschick“ mal eben zusammengeschraubt werden kann.
Wie die rot-grüne Koalition!
Gemeinsam für freie Presse
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen