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EU kritisiert Venedig

Seit der Präsident der Fondazione La Biennale di Venezia, Pietrangelo Buttafuoco, Russlands Teilnahme an der im Mai eröffnenden, internationalen Kunstausstellung angekündigt hat, kommt zunehmend Kritik auf. Ein offener Brief auf Change.org, der die Pläne verurteilt, wurde mittlerweile mehr als 7.500-mal unterzeichnet, etwa von Pussy-Riot-Mitglied Nadya Tolokonnikova oder von Autorin Katja Petrowskaya. Der Standard aus Wien meldet indes, dass 26 EU-Abgeordnete aus verschiedenen Fraktionen von der Biennale eine Rücknahme der Entscheidung verlangen. Russland dürfe keine Plattform bei einer der weltweit wichtigsten Kulturveranstaltungen gegeben werden, so die Abgeordneten, während das Land weiterhin Krieg gegen die Ukraine führe. Auch EU-Kommissar Glenn Micallef und Henna Virkkunen, EU-Vizekommissarin für Technologie, Sicherheit und Demokratie, stellen sich gegen die geplante Wiedereröffnung des russischen Pavillons in Venedig, heißt es weiter im Standard. Die EU-Kommission stellt den Biennale-Veranstaltern nach Angaben eines Sprechers derzeit über drei Jahre hinweg eine Fördersumme von 2 Millionen Euro zur Verfügung. Diese könnten nun gestrichen werden.