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unterm strich

Chris Strachwitz ist gestorben. Wer früher nach Aufnahmen von den Pionieren des Südstaaten-Blues suchte, Künstler wie Blind Lemon Jefferson, Bukka White oder Mississippi Fred McDowell, landete früher oder später beim kalifornischen Label Arhoolie Records, gegründet 1960 von Chris Strachwitz. Christian Alexander Maria Graf Strachwitz von Groß-Zauchen, geboren im heute polnischen Niederschlesien, emigrierte mit seiner Familie aus Braunschweig 1947 in die USA. In Kalifornien arbeitete er zuerst als Lehrer, dann verliebte er sich in Rootsmusic, machte die Musiker ausfindig, zahlte ihnen Tantiemen und organisierte auch Tourneen für die teils in Vergessenheit geratenen Künstler:Innen. Hunderte Alben veröffentlichte Arhoolie Records in der Folge, nicht nur Blues, auch Zydeco, Cajun und Texmex nahm er sich an. Strachwitz veröffentlichte auch rare alte Aufnahmen und restaurierte diese mit großer Umsicht. 1999 wurde er für seine Verdienste in die „Blues Hall of Fame“ aufgenommen. Seine Plattensammlung befindet sich im Archiv der Universität von Kalifornien. Am Freitag ist der US-Produzent im Alter von 92 Jahren gestorben.

Gleich eine ganze Reihe von Literatur­preisen sind zu vermelden. Und zwar bekam Sofi Oksanen in Heringsdorf den Usedomer Literaturpreis 2023. Gerhard Henschel bekam den Kasseler Literaturpreis für grotesken Humor. Der Alfred-Döblin-Preis geht in diesem Jahr an Jan Kuhlbrodt. Und den Hermann-Sudermann-Preis für Dramatik bekam Kim de l’Horizon. Glückwünsche!

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