piwik no script img

unterm strich

Die documenta könnte doch wieder einen zweiten Standort bekommen

Die Kunstausstellung documenta könnte auch in Zukunft an mehreren Standorten stattfinden. „Das ist nicht eine Frage des Ob, sondern eine Frage des Wie und des Wieviel“, sagte der documenta-Aufsichtsratschef und Kasseler Oberbürgermeister Christian Geselle dem „[k] Kulturmagazin“ in Kassel. Der Zweitstandort Athen sei kein Fehler gewesen. „Athen war Teil der künstlerischen Freiheit von Adam Szymczyk“, erklärte Geselle. Die Ausstellung unter Leitung des polnischen Kurators hatte in Griechenland ein Defizit von voraussichtlich 5,4 Millionen Euro eingefahren.

Momentan läuft in Kassel die Suche nach einem Nachfolger für Szymczyk. Bisher gibt es keinen Kandidaten. Eine Findungskommission soll Vorschläge machen. Die Politik werde sich nicht einmischen: „In der Findungskommission sind Leute, die sich auf dem künstlerischen Parkett bewegen, da ist kein Mitglied des Aufsichtsrats, der Landesregierung, des Magistrats der Stadt Kassel“, sagte Geselle. Die nächste documenta soll im Jahr 2022 stattfinden.

Nach dem Erfolg der AfD bei den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt bangen viele Menschen um die Zukunft, es droht die erste AfD-Regierung. Das wäre eine (weitere) Zäsur für Deutschland. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen