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taz-Genossen erinnern sichMein Achtundsechzig!

Genossinnen und Genossen der taz erinnern sich an das Jahr 1968 - ein Stück Geschichte aus indivividueller Sicht.

Die taz schreibt, redet und diskutiert für Pluralismus und eine freie, offene Gesellschaft – besonders jetzt, wo der Rechtsextremismus weiter erstarkt und demokratische Institutionen angreift. Dort wo rechtsextreme Kräfte an Zustimmung gewinnen, wächst auch die Befürchtung vor zunehmenden Angriffen und Diffamierungen gegen Gegner*innen extrem rechter Politik. Besonders selbstverwaltete Orte spüren diesen Druck, dabei brauchen wir gerade jetzt Orte der Kritik, (Sub)Kultur und der Solidarität. Gerade jetzt müssen wir zusammenhalten und uns solidarisch mit denjenigen zeigen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit „Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen

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2 Kommentare

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  • UK
    Uwe Kössler

    1968 - nun ja, da war ich 5 Jahre alt und wohnte in (Berlin-)Grünau. Mein 1968 war dann erst 1978, als ich Stefan Heym selbst kennen lernte und Punk und Bluesmessen und so.

    Im "richtigen" 1968 habe ich mich zum ersten mal mit meiner ebenfalls 5 Jahre alten Freundin geküsst - mit Kerstin Nicole an der Hausecke auf unserem Hof. Love, Peace & Music eben. So war das damals.

  • HK
    Hartmut Klein-Schneider

    mein 1968

    1968 war ich 18 Jahre alt, auf dem Gymnasium, ein Jahr vor dem Abitur. Mein Vater als Beamter war von Köln nach Münster versetzt worden. Ich durfte allein in Köln bleiben, um vor dem Abitur die Schule nicht wechseln zu müssen. Ich wohnte als einziger meiner Schulfreunde allein in einem Zimmer in einem Studentenwohnhaus, ging nach der Schule in der Unimensa essen und sammelte die Flugblätter des Jahres. Für mich ist, für mich war 1968 das Jahr der Freiheit, der Kontakte zu ganz anderen Menschen. Man konnte hingehen zum SDS und sich einfach dazu setzen, wenn die Studenten diskutierten. Die ersten Demoerfahrungen hatte ich bereits 1966, 1967, wie man als Schüler halt an Demonstrationen der Studenten teilnimmt. Und Ostern 1968 drei Tage Mitmarschieren beim Ostermarsch. Man besorgt sich kein Quartier, das ergibt sich jeweils am Abend. Alle halten zusammen, man versorgt sich gegenseitig. Wir fühlten uns politisch unheimlich wichtig. Dann blockieren wir das Essener Druckhaus der Bildzeitung.

    Hartmut Klein-Schneider, Köln, geboren 1949