taz🐾lage: Titelseitenhumor für Fortgeschrittene
Die Seite 1 kann ihr Publikum herausfordern: „Soll das witzig gemeint sein, taz?“ So ungefähr klingen regelmäßig Kommentare im Netz, verdachtsweise nur von Neu-Leser*innen, die den virtuosen Humor der Seite-1-Redaktion noch nicht kennen. Was ist nun wieder passiert? Am 1. Oktober schrieb die taz auf Seite 1 von der „exklusiven taz-Enthüllung“ über eine vermeintliche Vergangenheit der Berliner Wahlsiegerin Elif Eralp: „Berliner Linke war mal Münchnerin“.
Als die Titelseite auf Social Media die Runde machte, wurde also mal wieder gefragt: Soll das witzig sein?! Nun sind manche vielleicht auch einfach frisch aus einem Digital-Detox zurückgekehrt und haben die zahllosen Memes und Posts zur Causa Eralp verpasst. Wer einen (ernstgemeinten) Kommentar zu den Ereignissen nach der Berliner Abgeordnetenhauswahl nachlesen will, taz-Redakteurin Marie Frank schrieb: „Eine linke Juristin ist Mitglied einer linken juristischen Organisation, wo gibt’s denn so was?“
Viele Kommentator*innen auf Social Media hatten die Titelseite der taz aber natürlich durchaus verstanden – und setzten gerne noch einen Witz drauf: „Elif Eralp hat 2023 den Haltknopf im Bus betätigt, ist aber erst die folgende Station ausgestiegen“, schrieb @notenwert.bsky.social. Und der Autor Max Czollek auf Bluesky: „Elif Eralp behauptet Bei taz-Online-Artikeln sie ist schon Abonnentin“ (sic). –„DAS geht wirklich zu weit!“, kommentierte daraufhin Schauspieler Robert Stadlober. Auch das taz-Social-Media-Team machte da gerne mit: „Elif Eralp sagt Hafermilch statt Haferdrink!“, und: „Elif Eralp legt sich in Straßenklamotten ins Bett!“
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